Käufer gesucht

Freizeitpark Ittertal: Viele Ideen – kein Geld

Marc Weislowski (v. l), Heinz-Wilhelm Westring, Thomas Wiegand und Michael Willemse engagieren sich für die Rettung des Freizeitparks Ittertal. Foto: Christian Beier
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Marc Weislowski (v. l), Heinz-Wilhelm Westring, Thomas Wiegand und Michael Willemse engagieren sich für die Rettung des Freizeitparks Ittertal.

Ehrenamtlichen-Initiative erwägt etwa den Bau einer Sommerrodelbahn. Potenzieller Investor zaudert mit Kauf.

Von Kristin Dowe

„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ So fasst Bruno Schmelter, Eigentümer des zurzeit geschlossenen Freizeitparks Ittertal, die Situation mit dem ihm eigenen Zweckoptimismus zusammen. Noch immer hat sich kein Käufer für die in die Jahre gekommene Anlage in Wald gefunden, und ein zuletzt vielversprechend erscheinender Kaufinteressent zaudert bislang mit einer klaren Entscheidung. „Wir treten auf der Stelle“, bedauert Schmelter.

Schwer aktiv ist hingegen die ehrenamtliche Bürgerinitiative „Die Itterthaler“, die sich der Rettung des Freizeitparks verschrieben hat. Aktuell ermittelt die Gutachterin Nicole Molinari noch den Wert des Grundstücks und der Gebäude – erst danach könne über das weitere Vorgehen entschieden werden, betont Mitinitiator Michael Willemse. Zuletzt hatten die Itterthaler in Erwägung gezogen, den Freizeitpark zu kaufen und dies über Crowdfunding zu finanzieren. „Das ist aber nur eine von mehreren Finanzierungsmöglichkeiten, die wir diskutieren“, so Willemse. „Möglicherweise könnten wir auch Fördermittel des nordrhein-westfälischen Heimatministeriums in Anspruch nehmen.“

Mag es auch noch am Kapital mangeln – an Ideen, um dem Freizeitpark wieder Leben einzuhauchen, mangelt es den Mitgliedern keineswegs. In der Hanglage in der Nähe des Märchenwaldes sei etwa die Errichtung einer Sommerrodelbahn denkbar, regt Willemse an – wohlwissend, dass dies alles noch Zukunftsmusik ist. Freizeitpark und -zentrum könnten räumlich verbunden werden. Außerdem gebe es die Überlegung, den Freizeitpark räumlich mit dem Freizeitzentrum Ittertal zu verbinden. „Zwischen dem Freizeitpark und der Sportanlage gibt es noch ein Grundstück mit Wald, das sich in städtischer Hand befindet. Dort könne man eventuell einen Verbindungsweg schaffen“, erläutert der Solinger.

Für Familien könnte ein attraktives Angebot geschaffen werden

Die bauliche Machbarkeit wolle Stadtplanungsdezernent Hartmut Hoferichter zumindest prüfen. Gerade für Familien könne man durch die Verbindung von Freizeitpark und Sportanlage ein attraktives Angebot schaffen, von dem beide Einrichtungen profitieren würden, so der Gedanke.

Hartmut Lemmer, Chef des Freizeitzentrums Ittertal, steht einer wirtschaftlichen Kooperation grundsätzlich offen gegenüber. „Das muss man sich natürlich genau anschauen, wobei in den Park wahrscheinlich kräftig investiert werden müsste. Ausschließen möchte ich es aber nicht.“

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