Tagung

Frauenforum: Einstieg in Mint-Berufe fördern

Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Von Stephanie Licciardi

„Die Pandemie hat vor allem bei berufstätigen Frauen und Alleinerziehenden ihren Tribut doppelt- und dreifach gefordert“, sagt Martina Zsack-Möllmann anlässlich einer Tagung des Frauenforums Solingen, bei der sie und ihre Stellvertreterinnen Ionna Zacharaki und Gabriele Racka-Watzlawek als Sprecherinnen wiedergewählt wurden. „Die Nachwirkungen werden uns in den kommenden Jahren beschäftigen. Auch Themen wie Einsamkeit und Armut zählen dazu.“

Bei der Tagung beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit Belangen von Arbeitnehmerinnen sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Das Thema Frauen in der Arbeitswelt ist nach wie vor aktueller und wichtiger denn je“, so Racka-Watzlawek. Das Frauenforum sieht einen Förderungsbedarf in den Einstieg in MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik), Bildungschancen und einen Bedarf an Arbeitsplätzen in Zukunftsbranchen. „Frauen sollten sich trauen, mehr Positionen in diesen Bereichen zu übernehmen.“

Mehr beruflichen Aufstieg wagen, könnte der Slogan lauten. „Dabei sollte nicht immer nur eine Frau, die sogenannte Alibi-Frau, in einen Vorstand aufgenommen werden, sondern auch zwei oder drei“, meint Zsack-Möllmann. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie sei, trotz besserer Betreuungsmöglichkeiten, ein hart umkämpftes Feld. Für viele Mütter und Alleinerziehende sei die Vereinbarkeit mit Schwierigkeiten verbunden; viele arbeiten in Teilzeit oder im Mindestlohnsektor, dazu befristet und mit bis zu 20 Prozent weniger Verdienst als ihre männlichen Kollegen.

Gesundheitssektor müsse reformiert werden

Auch der Hauptteil der Arbeit im Gesundheitsbereich würde von Frauen erledigt. Das sei in der Pandemie deutlich geworden. Racka-Watzlawek: „Die Care-Arbeit sollte gleichberechtigt auf Mann und Frau verteilt werden. Junge Männer sollten ihren Anteil daran ebenso gleichberechtigt leisten können wie Frauen.“ Sie sieht Handlungsbedarf bei Arbeitnehmern und -gebern. Von einem Dreiklang sprechen die Vertreterinnen des Frauenforums. „Eine familiengerechte Arbeit ist keine arbeitsgerechte Familie. Die Verantwortung liegt beim Arbeitgeber, bei den Politikern und den Familien selbst.“

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