Frauenchor verschiebt „Symphonic Christmas“ ins nächste Jahr

Die Mitglieder des Frauenchors der Klingenstadt – hier bei einer Probe im Pfarrheim an der Hackhauser Straße – richten den Blick nach vorn. Foto: Tim Oelbermann
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Die Mitglieder des Frauenchors der Klingenstadt – hier bei einer Probe im Pfarrheim an der Hackhauser Straße – richten den Blick nach vorn.

Steigende Infektionszahlen machen dem ersten Auftritt seit langem einen Strich durch die Rechnung

Von Jutta Schreiber-Lenz

Die Enttäuschung bei Sabine Schaaf, der Vorsitzenden des Frauenchors der Klingenstadt Solingen, und ihren Chorschwestern sitzt tief. Dennoch war die Entscheidung, das für den 5. Dezember in der Lutherkirche geplante Konzert abzusagen, einmütig. „Als die Infektionszahlen steil nach oben schossen, bekamen wir Bauchschmerzen“, sagt Schaaf ehrlich. „Das wäre ja keine entspannte und unbeschwerte Veranstaltung geworden, wenn jeder Besucher und alle Protagonisten hoffen, sich nicht beim Banknachbarn, Orchestermitglied oder bei der Mitsängerin anzustecken.“

Eine strenge Kontrolle, „2G oder gar 2G plus“, hat sie gedanklich verworfen. „Wahrscheinlich wären damit sowieso weniger gekommen. Und dieses Drumherum würde nicht zu einem unterhaltsamen adventlichen Konzert passen.“ Die bereits gekauften Eintrittskarten werden erstattet.

Jetzt hilft nur der Blick nach vorne, in die Adventszeit 2022. Dorthin ist „Symphonic Christmas II“, eine Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester der Philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf – auch unter der Leitung von Chor-Chef Thomas Schlerka – nun verschoben.

Schon 2016 hatte dieses Format für Begeisterung beim Publikum gesorgt. Ein Blick auf das, was gewesen wäre, lässt folglich ein bisschen wehmütig werden: „Angels’ Carol“ von John Rutter, „The Bell of Christmas“ oder „Abendsegen und Traumzauber“ von Humperdinck zum Beispiel müssen nun für ein Jahr in der Schublade verschwinden.

„Wir wollen nun nächste Woche bei unserer regulären Chorprobe eine kleine interne Adventsfeier mit Mini-Adventsbasar begehen und dann für dieses Jahr einen Punkt hinter die Chor-Arbeit setzen“, sagt Sabine Schaaf. „Wir schauen im neuen Jahr weiter und hoffe, dass dieser Corona-Spuk bald verschwindet.“

Vor dem Hintergrund, dass gerade, als der Chor wieder neu durchstarten wollte, und Worte wie „Absage“ und „Kontaktbeschränkung“ der Vergangenheit anzugehören schienen, sei die aktuelle Entwicklung besonders bitter.

In den letzten Monaten seien sechs neue Sängerinnen dazu gestoßen. „Das ist wunderbar, denn durch die Lockdowns hatten 14 Mitglieder die Lust verloren und aufgesteckt.“ Auch Chorleiter Thomas Schlerka hofft, dass die vierte Corona-Welle schnell gebrochen werde. Das beschlossene Aus des Konzerts sei nötig, aber „wirklich sehr schade.“ Eine Entscheidung, die vom Düsseldorfer Sinfonieorchester ebenfalls getragen werde. „Die hatten die gleichen Bauchschmerzen wie der Chor und waren auch für die Reißleine, die wir nun gezogen haben.“

Neue, greifbare Projekte gebe es derzeit nicht. Für den Herbst stehe so allerlei an. Wer also Lust hat, sich im neuen Jahr dem Frauenchor anzuschließen, ist herzlich willkommen. Kontakt: Tel. (02 12) 2 54 12 90 oder per E-Mail:

frauenchor-solingen@t-online.de

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