Glaube

Frauen pilgern am Weltgebetstag in Gräfrath

Isabell (li.) und Tabitha Brandt scannen den QR-Code am Klingenmuseum, eine Station des „Weltgebetstags-Spaziergangs“. Foto: Tim Oelbermann
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Isabell (li.) und Tabitha Brandt scannen den QR-Code am Klingenmuseum, eine Station des „Weltgebetstags-Spaziergangs“.

Evangelische und katholische Gemeinde luden zum Spaziergang ein.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Warum nicht zugleich ein Eis genießen bei dem traumhaften Frühlingswetter? Isabell und Tabitha Brandt waren am Samstagnachmittag zwei von bis dato 18 gezählten Spaziergängerinnen, die zum Frauen- Weltgebetstag den vorbereiteten Weg gingen. Zehn Stationen hatten die Organisatorinnen der Aktion vorbereitet: Beginnend an der Kirche auf dem Marktplatz und dann kreuz und quer durch die Altstadt, hinauf zur Klosterkirche, um das Klingenmuseum herum, über die Gerberstraße zurück zum Gemeindehaus an der Zwinglistraße. Frauen aus den evangelischen Gemeinden Gräfrath und Ketzberg sowie aus der katholischen Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt hatten gemeinsam dazu eingeladen.

Dank- und Bitt-Gebete, wetterfest in Folie eingeschweißt, manche mit einem QR-Code versehen, der über das Smartphone zu einem Lied führte, hingen an Briefkästen, Blumenkästen und Haustüren. Songs wie „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ oder „Oh Gott, gib uns Atem“ entfalteten auf diese Weise eine intensive seelische Wirkung. Informationen über Vanuatu, das Südseeparadies in 37 Flugstunden Entfernung, dem in diesem Jahr die Spenden und die Aufmerksamkeit des Weltgebetstages der Frauen galt, gab es ebenfalls auf einlaminierten Flugblättern. Die 83 kleinen Inseln zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschi-Inseln sind die Region, die am stärksten vom Klimawandel bedroht ist. Verheerende Zyklone, ein spürbar steigender Meeresspiegel und regelmäßige Erdbeben addieren sich zum Problem der alltäglichen Gewalt gegen Frauen, die oft in Partnerschaften und Ehen ausgeübt wird. Von den Frauen aus Vanuatu kommt die Frage nach Gott als dem Schöpfer und Retter, der aus allem Elend herausträgt. Sie haben die Lesungen, Gebete und Lieder für den Gebetstag vorbereitet, die in Gemeinden in aller Welt individuell umgesetzt wurden.

Zum Mitnehmen gab es Samentütchen und Rezepte

In Gräfrath war es neben einem Gottesdienst der Pilgerweg. Endstation war der Saal im Gemeindehaus, wo es weiteres Info-Material gab, ein Samentütchen mit „bunter Vielfalt“ und sechs Rezepte aus dem Inselstaat: Chicken mit Reis, Pineapple-Salat oder Süßkartoffel-Ananas-Auflauf. Die Organisatorinnen achteten akribisch darauf, dass Abstandsregeln eingehalten und Hände desinfiziert wurden. „Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, sagte Bärbel Albers, eine der Helferinnen. „Am ersten Tag waren 32 Frauen da, und auch heute hatten wir schon viel Besuch.“

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