Verkehr

Frankfurter Damm: Neue Abbiegespur zur Vieh kommt

Von Wald kommend wird es eine neue Rechtsabbiegespur in die Viehbachtalstraße geben. Foto: Tim Oelbermann
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Von Wald kommend wird es eine neue Rechtsabbiegespur in die Viehbachtalstraße geben.

Verkehrsfluss soll besonders im Berufsverkehr verbessert werden.

Von Philipp Müller

Solingen. Lange Schlangen auf dem Frankfurter Damm Richtung Innenstadt gehören vor allem im Berufsverkehr zum Alltag. Das soll sich im kommenden Jahr bereits ändern. Denn wer von Wald kommt und auf die Viehbachtalstraße will, der kann das dann über eine neue Rechtsabbiegespur von 150 Metern Länge tun. Der Baustart wird nach Angaben des Rathauses noch im ersten Halbjahr 2021 erfolgen. Stadtsprecherin Sabine Rische erklärte dazu: „In der Grünphase, dazu wird die Ampelschaltung angepasst, können die von Wald kommenden Fahrzeuge schneller auf die Viehbachtalstraße gelangen.“

Die Arbeiten müssen nach dem Beschluss des Finanzausschusses, die Mittel für den neuen Straßenabschnitt zu genehmigen, zunächst ausgeschrieben werden. Danach erfolgt die Zuteilung des Auftrags. In der Summe soll die Spur 400 000 Euro kosten. 241 800 Euro kommen dabei als Drittmittel vom Land, der Eigenanteil der Stadt beträgt 158 200 Euro.

„In der Grünphase können Fahrzeuge aus Richtung Wald schneller auf die Viehbachtalstraße.“
Sabine Rische, Rathaussprecherin

Mit der neuen Spur soll nach Angaben des Baudezernats von Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) der CO2-Ausstoß durch einen flüssigeren Verkehr gesenkt werden. Solche Beurteilungen von Baumaßnahmen sind Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt. Die Logik dahinter: Wer rollt und nicht steht, verbraucht weniger fossilen Brennstoff.

Bis eine solche Baumaßnahme auf den Weg kommt, braucht es einen längeren Atem. So hatten die Verkehrsplaner das Projekt Abbiegespur als förderfähig für das Programm zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse kommunaler Straßen bereits im November 2019 vorgeschlagen. Anfang Oktober folgte eine zweite Runde bei der der Bezirksregierung Düsseldorf, wo unter Federführung des Verkehrsministeriums die Stadt den Umbau des Verkehrsknotens Frankfurter Damm und Viehbachtalstraße (L 141n) erläutert hätte, berichtet das Rathaus in einer Vorlage für den Ausschuss.

Da die Planung für die Spur bereits vorliege, das Baurecht vorhanden sei und die Umsetzung 2021 realisiert werden könne, habe das Verkehrsministerium die Maßnahme als „dringliche Maßnahme zur Beseitigung der Überlastung eines verkehrswichtigen Knotenpunktes“ in sein Förderprogramm „Klima und Energie +“ aufgenommen. Dies erfolgte mit den Zielen, die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren und um zugleich damit die Energieeinsparung, die Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energieträger systematisch zu erhöhen.

Im Rathaus wartet man jetzt auf den entsprechenden Zuwendungsbescheid, der noch für 2020, spätestens 2021 in Aussicht gestellt sei. Dazu ist die Zusage der Eigenmittelfinanzierung durch die Stadt eine Voraussetzung, die der Finanzausschuss jetzt geschaffen hat.

Aus Sicht der Verkehrsplaner macht die neue Spur Sinn: Denn wie schon die Verlängerung der linken Abbiegespur aus Richtung Innenstadt gezeigt habe, erwarte man sich eine Verbesserung des Verkehrsflusses. Dabei werde für die neue Spur auch der Bedarf an Platz für Fußgänger und Radfahrer eingeplant. Die Spur selbst wird 150 Meter lang werden. In der Vorlage der Verwaltung heißt es dazu: „Aufgrund der Verkehrsdichte kommt es in den Spitzenstunden regelmäßig zu Rückstauungen, die den Verkehrsfluss in alle Richtungen erschweren. Die Leistungsfähigkeit kann verbessert werden, wenn in der Zufahrt Frankfurter Damm in Fahrtrichtung L 141n eine separate Rechtsabbiegespur angelegt wird.“

Landeszusage

Die neue Spur sei deshalb ins NRW-Programm aufgenommen worden, weil eine schnelle Umsetzung des Baus gewährleistet sei, begründet das Verkehrsministerium NRW die Zusage. Die Stadt Solingen habe alle Voraussetzungen mit der Zusage der Finanzierung des Eigenanteils erfüllt.

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