Verkehr

Frankfurter Damm: Geplante Rechtsabbiegespur verzögert sich

Aus Richtung Innenstadt gibt es bereits eine eigene Abbiegespur auf die Viehbachtalstraße. Eine weitere soll nun für den Verkehr aus Richtung Wald gebaut werden.
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Aus Richtung Innenstadt gibt es bereits eine eigene Abbiegespur auf die Viehbachtalstraße. Eine weitere soll nun für den Verkehr aus Richtung Wald gebaut werden.

Rückstaus auf dem Frankfurter Damm aus Richtung Wald sollen verringert werden.

Von Anja Kriskofski

Solingen. Auf der Straße Frankfurter Damm staut sich zu Stoßzeiten der Verkehr. Aus Richtung Innenstadt gibt es bereits eine eigene Abbiegespur auf die Viehbachtalstraße, aus Richtung Wald bislang nicht. Bereits im vergangenen Jahr sollte vor der Ampel ein eigener Fahrstreifen für Rechtsabbieger eingerichtet werden, um den Verkehr zu entzerren und die Rückstaus auf dem Frankfurter Damm zu verringern. Der Bau hat sich jedoch verzögert, wann die Spur kommt, ist weiterhin offen. „Einen genauen Zeitplan können wir zurzeit noch nicht nennen“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische auf Anfrage. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW habe ein sogenanntes Sicherheitsaudit zur Planung gefordert. Das müsse noch terminiert und durchgeführt werden.

Die Technischen Betriebe Solingen (TBS) sollen die Baumaßnahme im Auftrag des Landesbetriebs umsetzen. Im März 2021 sei eine Kostenübernahmeerklärung zwischen den TBS und dem Landesbetrieb abgeschlossen worden, erklärt Rainer Herzog, Pressesprecher von Straßen NRW. Diese umfasse die Sanierung des Frankfurter Damms mit Fahrbahnverbreiterung beziehungsweise dem Anlegen einer neuen Rechtsabbiegespur sowie die Erneuerung der Ampelanlage. „Im März 2022 wurde der Landesbetrieb im Rahmen der Ausschreibung durch die TBS erneut in diese Maßnahme involviert und hat aufgrund der vorgelegten Planung Sicherheitsbedenken hinsichtlich der geplanten Verkehrsführung geäußert. Daher wurde seitens des Landesbetriebes ein Sicherheitsaudit gefordert.“ Dass das durchgeführt werden soll, sei im Mai von den TBS bestätigt worden. Bei einem Sicherheitsaudit vor dem Bau einer Straße werden die örtlichen Gegebenheiten auf eventuelle Gefahrenquellen untersucht.

Nach Angaben der Stadtverwaltung rollen jeden Tag rund 23 000 Autos über den Frankfurter Damm auf dem südöstlichen Abschnitt in und aus Richtung Wald. Im Bereich nordwestlich der „Vieh“ liege die „durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke“ (DTV) bei 13 000 Kfz, berichtet Stadtsprecherin Sabine Rische. Weil sich auf dem Walder Abschnitt Geradeaus- und Rechtsabbiegeverkehr gegenseitig behindern, soll die Fahrbahn auf zwei Spuren aufgeteilt werden – und der Verkehr am Knotenpunkt Frankfurter Damm/Viehbachtalstraße flüssiger laufen. Auch der CO2-Ausstoß soll so reduziert werden, wenn die Fahrzeuge rollen und weniger im Stau vor der Ampel stehen. Die neue Spur ist auf einer Länge von rund 150 Metern geplant. Im Zuge der Baumaßnahme soll auch die Ampelanlage erneuert werden.

Rechtsabbiegespur am Frankfurter Damm: Kosten müssen neu kalkuliert werden

Für den Umbau des Knotenpunkts hatten die städtischen Planer ursprünglich rund 400 000 Euro veranschlagt. Rund 241 800 Euro sollten als Drittmittel vom Land kommen, der Eigenanteil der Stadt wurde auf 158 200 Euro beziffert. Durch die Kostensteigerungen in der Baubranche und andere Faktoren dürfte das jedoch nicht mehr zu halten sein. „Diese Zahlen müssen vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung angepasst werden“, bestätigt Sabine Rische.

Das NRW-Verkehrsministerium hatte den Umbau 2020 „als dringliche Maßnahme zur Beseitigung der Überlastung eines verkehrswichtigen Knotenpunktes“ in sein Förderprogramm für den kommunalen Straßenbau aufgenommen. Grundlage war, dass die Planung bereits vorliegt und Baurecht vorhanden ist.

Viehbachtalstraße

Im August 1979 wurde das erste vier Kilometer lange Teilstück der Viehbachtalstraße zwischen Mangenberg und Mühlenstraße freigegeben. Heute ist sie fast sieben Kilometer lang und reicht vom Frankfurter Damm bis zur Gemarke in Ohligs. Eine geplante Anbindung an die A 3 wurde nie umgesetzt.

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