Gewerbegebiet der Zukunft

Frank Balkenhol: „Ohligs-Ost hat eine echte Perspektive“

Frank Balkenhol im Gespräch mit dem ST. Foto: Tim Oelbermann
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Frank Balkenhol im Gespräch mit dem ST.

Solingens oberster Wirtschaftsförderer spricht über die Anforderungen an ein Gewerbegebiet der Zukunft.

Von Björn Boch

Ohligs. Der Stadtteil ist im Aufbruch, das Wort „Boomtown“ macht die Runde, und das Gewerbeareal Ohligs-Ost ist ein wichtiger Bestandteil. Für die Pläne dieses „Gewerbegebiets der Zukunft“ wiederum spielt Unternehmer Mirko Novakovic eine tragende Rolle (| Artikel oben). „Wir haben uns auf den Weg gemacht und gehen gemeinsam. Was Mirko Novakovic an der Prinzenstraße macht, ist die Blaupause dessen, was wir über ganz Ohligs-Ost ziehen wollen“, sagt Solingens oberster Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol.

Der Standort habe Stärken, die eher selten seien – das beginne schon beim ICE-Halt mit Anbindung an Köln und Düsseldorf. Dazu kämen Firmen wie Codecentric, einst selbst Software-Start-up, oder Item. Das Unternehmen baut an der Hansastraße gerade ein Gebäude nur für die IT-Spezialisten. „Diese und andere Firmen haben etwas gemeinsam: Längst nicht alle Mitarbeitenden leben in Solingen“, betont Balkenhol. Sie alle bräuchten aber ein Wohnzimmer, in dem sie und ihre zukünftigen Fachkräfte sich wohlfühlen können.

Dazu gehörten auch Gastronomie, Co-Workit-Angebote und vieles mehr. Die Idee der Wirtschaftsförderung: Parallel zu den Firmen soll neben der EUFH ein Bildungsnetzwerk aufgebaut werden, nutzbar vom Kindergarten bis ins hohe Alter. Denn, das hätten Firmen erkannt: Schon im jungen Alter muss das Interesse geweckt werden. „Wenn uns das gelingt, und davon bin ich überzeugt, dann hat Ohligs-Ost eine echte Perspektive.“

Viele Start-ups und Firmen an einem Ort befruchteten sich gegenseitig. Zu den Plänen gehöre auch, Mobilität anders zu denken, begonnen beim Hauptbahnhof und Verkehrsmitteln, die ab dort verfügbar seien – E-Roller oder E-Bikes etwa. „Und es wird Menschen geben, die studieren an der neuen Hochschule EUFH, wollen aber an der Prinzenstraße essen gehen. Da braucht es gute Lösungen, wie die Stadt es mit den E-Scootern zum Beispiel jetzt eingeführt hat“, erklärt der Chef der Wirtschaftsförderung. Wohnen sei kein zentrales Thema. Man müsse stets schauen: „Was gibt es in West, das Ost nutzen kann, und was muss noch geschaffen werden. Hotels, Kitas, auch Wohnen denken wir da mit. Aber das ist nicht das erste Thema – sondern ein Hightech-Dienstleistungsstandort.“

Solingen habe das große Glück, dass Mirko Novakovic und andere das Geld, das sie verdient haben, hier auch wieder investieren wollen. Und anderen zeigen, wie intelligent die Dinge zusammengebracht werden können und zusammenhängen. „Mirko und andere brauchen die Stadt und die Wirtschaftsförderung an ihrer Seite, ja, aber vor allem auch Firmen, die genauso denken. Und die haben wir hier.“ Und dann komme die Solingen-DNA zum Tragen: „Diese Unternehmer wissen, dass hier längst noch nicht alles perfekt ist, wollen aber hier investieren und nicht woanders.“

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