Informationsveranstaltung

Forum Beruf macht Lust auf Ausbildung

Am Stand des Klinikums legte Notfallpfleger Walter Lugari Oberbürgermeister Tim Kurzbach fachmännisch einen Fingerverband an, aufmerksam beobachtet von (v.l.) Prof. Dr. Thomas Standl (Klinikum), Henner Pasch (IHK-Präsident), Stefan Kulozik (NRW-Arbeitsministerium) und Marko Röhrig (IG Metall).
+
Am Stand des Klinikums legte Notfallpfleger Walter Lugari Oberbürgermeister Tim Kurzbach fachmännisch einen Fingerverband an, aufmerksam beobachtet von (v.l.) Prof. Dr. Thomas Standl (Klinikum), Henner Pasch (IHK-Präsident), Stefan Kulozik (NRW-Arbeitsministerium) und Marko Röhrig (IG Metall).

Schülerinnen und Schüler konnten sich gestern auf dem Gelände des Klinikums an 40 Ständen über die Unternehmen informieren.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Für die Neunt- und teilweise Zehntklässler von 13 Solinger Schulen stand gestern das Thema Berufsausbildung auf dem Stundenplan. Zeitlich gestaffelt über den ganzen Tag konnten sie sich beim Forum Beruf über Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Dafür präsentierten sich 40 Aussteller auf dem Außengelände des Klinikums.

Das Klinikum ist in diesem Jahr Kooperationspartner der Berufsmesse. „Wir legen diesmal einen Schwerpunkt auf Berufe im Bereich Gesundheit und Soziales, weil die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig diese Berufe für unsere Gesellschaft sind“, erklärt Organisatorin Maria Carroccio Ricchiuti von der Kommunalen Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ der Stadt. Zur Eröffnung kam gestern morgen auch Stefan Kulozik, Ministerialdirigent im NRW-Arbeitsministerium. „Bildung und gute Ausbildung sind der beste Schutz, um gut durchs Berufsleben zu kommen“, betonte er. Und er lobte die Veranstaltung als Chance für die jungen Leute, weil während der Pandemie viele andere Info- und Praktika-Mög-lichkeiten entfallen seien.

Auch Prof. Dr. Thomas Standl, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums, freute sich über das große Interesse der jungen Leute. „Der Gesundheitssektor ist der momentan am stärksten wachsende berufliche Bereich“, warb er dafür, sich an den Ständen zu informieren. Das Klinikum selbst stellte die Ausbildungsberufe Pflegefachfrau/-mann, Pflegefachassistent und Operationstechnischer Assistent vor, ebenso die Möglichkeit eines Bufdi-Jahres.

An vielen Ständen konnten die Schüler aktiv werden

Am Stand des Diakonischen Werks Bethanien konnten die Schüler gleich selbst aktiv werden. Beim Rollstuhl-Parcours oder Luftballon-Rasieren konnten sie pflegerische Fähigkeiten testen oder mit Spezialbrillen einen Eindruck bekommen, wie Menschen mit Sehbehinderung ihre Umwelt wahrnehmen. „Das alles sind Dinge, die in der Pflege relevant sind“, betonte Victoria Durmaz, in Bethanien für die Personalgewinnung verantwortlich.

Neben den Kliniken und Apotheken komplettierten die Krankenkassen, die Altenzentren der Stadt Solingen, Ambulante Pflegedienste und das Deutsche Rote Kreuz mit ihren Ständen den Pflege-Schwerpunkt.

Aber auch an den anderen Infoständen, von Kreishandwerkerschaft, Handwerkskammer und Landschaftsverband über Polizei und Bundeswehr bis zur Bayer AG war den ganzen Tag über reges Interesse. Zudem informierten die drei Solinger Berufskollegs beim Forum Beruf über ihre Ausbildungsmöglichkeiten.

Auch IHK-Präsident Henner Pasch machte sich vor Ort ein Bild. Am Stand seines Unternehmens Fourtexx konnten sich die Jugendlichen die Ausbildung zum Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement vorstellen lassen. Angesichts des digitalen Wandels in allen Bereichen suche man händeringend Nachwuchs, betonte Pasch die guten Zukunftschancen. „Das Interesse der jungen Leute ist durchaus da, wir haben einige gute Gespräche geführt“, sagte Fourtexx-Personalleiter David Viehweger.

Schülerin Mia Schlicht von der Albert-Schweitzer-Schule hatte sich bei den Apotheken informiert, ist aber auch an Mediendesign interessiert. Die Freunde Tijan, Abdes und Luca von der Theodor-Heuss-Schule schauten sich in den technischen Berufen um, wollen nach Klasse zehn aber zunächst ihr Abitur machen.

Auf die jungen Leute setzt Oberbürgermeister Tim Kurzbach für die Zukunft der Stadt: „Uns darf kein Kind verloren gehen. Wir haben keinen Fachkräftemangel, wir haben einen Menschenmangel“, betonte er.

Schulen

Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule, der Carl-Ruß Schule, der vier Gesamtschulen, der drei Realschulen, des Gymnasiums Vogelsang (vereinzelt der anderen Gymnasien) sowie Berufsfachschulklassen der Berufskollegs.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare