Neue Trainingshalle

Forst-Sporthalle eröffnet Ende 2019

Der Abriss für die neue Trainingshalle an der Kanalstraße hat begonnen. Im September wird die Grundplatte für den von Michael Kölker finanzierten Bau verlegt. Foto: Uli Preuss
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Der Abriss für die neue Trainingshalle an der Kanalstraße hat begonnen. Im September wird die Grundplatte für den von Michael Kölker finanzierten Bau verlegt.

Unternehmer Michael Kölker baut die privat finanzierte Trainingshalle an der Kanalstraße. BHC-Profis nutzen sie als Leistungszentrum.

Von Philipp Müller

Standpunkt von Philipp Müller

Wer mit Michael Kölker über die Forst-Sporthalle (auch bekannt als BHC-Sporthalle) an der Kanalstraße spricht, der merkt, dass ihm nichts schnell genug geht. Aber er weiß auch: Man muss sich in Geduld üben. Nach der Erteilung der Baugenehmigung räumen Bauarbeiter den Platz frei. Dazu wird ein Haus abgerissen. Noch im September werde die Firma Carl Lorenz mit den Tiefbauarbeiten beginnen, berichtet Kölker. Wenn es einen milden Winter gebe, sei man eventuell zum Saisonstart der Handballprofis des BHC im kommenden Jahr Ende August fertig. Realistisch sei aber ein Termin später. Für die Errichtung der Halle selbst suche er gerade einen Generalunternehmer.

Sechs Millionen Euro werde das Leistungszentrum für den Profisport kosten. Es soll auch den Amateuren und vor allem den Jugendmannschaften der Bergischen Löwen als Trainings- und Spielstätte dienen. Wie sehnsüchtig das Zentrum erwartet wird, hatte BHC-Geschäftsführer Jörg Föste bei der Vorstellung des Saisonetats des Handball-Bundesligisten betont. Momentan bedienen sich die Handballer öffentlicher Hallen. Da kann vom Sportamt nicht jeder Wunsch der Mannen von Trainer Sebastian Hinze erfüllt werden.

Das war ein Grund für Michael Kölker, die Halle zu bauen. Er erwarb dazu das Grundstück unweit der Stelle, an der seine Familie früher schon unternehmerisch tätig war. Das Gelände zwischen Kanal- und Zweigstraße liegt dort, wo früher „Kölkers Höfe“ waren. Der zweite Grund für den Eigentümer der Firma Forst Technologie an der Schützenstraße ist der Breitensport. Genug Hallen könne man dafür nie haben, weiß er als langjähriger Sponsor Solinger Sportvereine.

KONZEPTION

HALLE Rund 1200 Quadratmeter Grundfläche hat die neue Halle. Zusätzlich wird ein Mehrzweckbau über vier Etagen direkt an der Halle errichtet werden. Darin werden nicht nur die Umkleidekabinen untergebracht. Kölker hatte außerdem Flächen für eine Physiotherapie gewünscht. Ein Reha-Bereich ist dort ebenfalls vorgesehen. Eine Zone für das Kraft-Ausdauer-Athletik-Training rundet das Zentrum ab. In zwei Häusern an der Zweigstraße, die an die Halle grenzen, sollen weitere BHC-Profis einziehen. Auch diese Immobilien hatte Kölker dazu erworben.

Rund um das Verfahren der Erteilung der Baugenehmigung habe man einvernehmlich mit der Verwaltung zusammengearbeitet, erklärt er. Das habe gerade sechs Monate gedauert. Kritik der Anwohner an fehlendem Parkraum nimmt er ernst. Doch er verweist zunächst auf dies: In den kommenden zwei Jahren sei es weiter eng auf der Straße. Zunächst stehe der Bau seiner Halle an – gerade zu dem Zeitpunkt, wenn die neue Mensa der benachbarten Sekundarschule fertiggestellt sei. Für Anfang 2019 erwartet Kölker den nächsten Baustellenverkehr. Dann beginne der Umbau der Schule Zweigstraße. Auch dort wird eine Turnhalle für den Schulunterricht gebaut.

Vom neuen Breitensport- und Leistungszentrum gehe allerdings im laufenden Betrieb kein Druck auf die angespannte Parkplatzsituation aus, meint Kölker. „Einige BHC-Profis wohnen direkt neben der Halle, für die anderen ist genug Parkraum an der Halle vorhanden“, sagt der Unternehmer. Wenn abends die Amateure und Jugendlichen trainierten, sollen diese nach Möglichkeit auch Parkplätze der Schule nutzen können. Dazu will Kölker Gespräche mit der Stadt aufnehmen. Der Spielbetrieb finde am Wochenende statt, und dafür sei kaum großer Publikumsandrang zu erwarten. Tatsächlich sei die Halle auch nur gesamt für maximal 199 Nutzer zugelassen.

Kölker will den Betrieb der Halle privat mitfinanzieren

Zur Forst Sporthalle gehört auch ein Fitness-Bereich. Er müsse betreut werden wie die Halle selbst. Dafür werde er Arbeitsplätze schaffen. Ob die Gehälter am Ende neben den Betriebskosten durch Nutzungsentgelte der Vereine abgedeckt werden können, ist Kölker momentan nicht wichtig. „Die Halle wird nicht teurer angeboten, als es die Stadt machen würde.“ Lücken werde er privat auffangen. Dabei weiß er seine Familie hinter sich. „Wenn sie nicht zugestimmt hätte, würde ich die Halle nicht bauen.“ » Standpunkt

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