Foodsaver können ihr Angebot aufrechterhalten

Vor der Ausgabestelle der Foodsaver am Werwolf 59 stehen Menschen an, um sich eine Tüte mit Lebensmitteln füllen zu lassen. Foto: Christian Beier
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Vor der Ausgabestelle der Foodsaver am Werwolf 59 stehen Menschen an, um sich eine Tüte mit Lebensmitteln füllen zu lassen.

Menschen stehen Schlange für Lebensmittel – und halten Abstand.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Wer das Angebot des Vereins Foodsaving Solingen nutzen möchte, kann das mit Ausnahme des Mittwochs und des Sonntags täglich tun. Auch in Corona-Zeiten. Zu den geänderten Öffnungszeiten: nämlich montags, dienstags und donnerstags ab 17.30 Uhr, freitags ab 17 Uhr und samstags ab 13.30 Uhr, können sich die Solinger im Ladengeschäft Werwolf 59 eine Tüte mit Lebensmitteln füllen lassen.

Allerdings gelten auch dort verschärfte Hygiene-Regeln. Dazu gehören ein sogenannter Spuckschutz und ein Leitsystem im Laden, um Begegnungsverkehr der Kunden zu verhindern und den gebotenen Mindestabstand einzuhalten: Schlange stehen vor dem Geschäft in Zwei-Meter-Distanz zum Vordermann ist seit einiger Zeit ein gewohntes Bild. „Das funktioniert gut, die allermeisten halten sich ohne Wenn und Aber an diese Auflagen“, sagt Sascha Küll vom Vereinsvorstand. Er ist einer der Gründer, der die Idee des Rettens von Nahrungsmitteln in die Praxis umgesetzt hat. Natürlich gebe es auch schonmal Leute, die man ermahnen müsse, weil sie zu sorglos oder zu sehr auf sich bedacht seien.

„Wir begleiten diese Warteschlange personell und haben zusätzliche Zeiten am Nachmittag für Leute, die sich schonmal über das Angebot informieren möchten, um später gezielt einkaufen zu können.“ Sonst würde die Geduld der Wartenden vielleicht überstrapaziert, wenn jeder der vier zugelassenen Personen sich im Laden erst einmal in Ruhe umschauen würde.

Froh sind die Foodsaver, dass die Hamsterkäufe zu Beginn der Pandemie inzwischen der Vergangenheit angehören. „Da gab es tatsächlich Tage, da hatten wir wenig bis ganz wenig einzusammeln bei unseren Partnern, die Menschen habe ja die Regale leergekauft“, sagt Rebecca Höttges, eine der federführenden Köpfe des Vereins. Und auch wenn die Verhältnisse noch nicht wieder wie vor der Krise sei, gebe es genug. Das sei wichtig, so Höttges, denn in erster Linie nähmen wirtschaftlich schwächer gestellte Menschen dieses Angebot in Anspruch. Eine Tüte voller Lebensmittel kostet einen Euro.

Leider sei das Team derzeit etwas ausgedünnt, bedauern die Foodsaver. Einige, die sonst mit Leib und Seele mithelfen, müssen zu Hause bleiben, weil sie als Senioren oder Vorerkrankte zur Risikogruppe gehören würden.

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