Abschlussfest

Folgeangebot soll den Gedanken der Sommerakademie fortführen

Beim Abschlussfest der Sommerakademie zeigte sich Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki über den Erfolg beeindruckt.
+
Beim Abschlussfest der Sommerakademie zeigte sich Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki über den Erfolg beeindruckt.

Junge Flüchtlinge lernen Stadt und Sprache kennen.

Von Jonathan Hamm

Nikola hatte schöne und vor allem spannende Ferien. Ein Besuch im Tiki-Kinderland, im Klingenmuseum, im Lumen und vieles mehr: Konzentriert, aber auch stolz erzählte der 13-jährige Ukrainer auf Deutsch, was er in den vergangenen beiden Wochen gemacht hat. Nikola gehört zu einer Gruppe von 13 Kindern aus der Ukraine, zwischen 6 und 13 Jahren, die an der Sommerakademie teilgenommen haben. Organisiert vom Diakonischen Werk gab es neun Programmpunkte. Zum Abschlussfest trafen sich die Teilnehmer am Montag im Mehrgenerationenhaus.

Die Idee hinter der Sommerakademie war es, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, spielerisch und mit Spaß die neue Stadt kennenzulernen, sich mit der neuen Sprache auseinanderzusetzen und neue Kontakte zu knüpfen. Aber auch „Schwellenängste“ sollten abgebaut werden, erklärte Judith Yazdani vom Diakonischen Werk. Margit Rieke, die dieses Projekt koordiniert und durchgeführt hat, ist zufrieden: „Ich finde, das hat sehr gut geklappt“, freute sie sich. Bürgermeisterin Ioanna Zacharaki (SPD), die zum Abschlussfest gekommen war, zeigte sich beeindruckt und berichtete aus ihrer Vergangenheit: Sie selbst sei mit 18 ohne Sprachkenntnisse aus Griechenland nach Deutschland gekommen, „und jetzt bin ich Bürgermeisterin“, erklärte sie im Hinblick darauf, was alles möglich sei. Nun enden die Sommerferien, und für Nikola und viele der Teilnehmer geht es zurück in die Schule.

Diakonisches Werk will zentrale Anlaufstelle sein

Doch weil die Akademie so gut angenommen wurde, plant das Diakonische Werk ein Folgeangebot für die Kinder. Man wolle den Menschen weiterhin die lokalen Angebote in der Stadt näherbringen, sagte Yazdani. Denn die würden zwar existieren, aber: „Es ist schwierig, ein Angebot zu entdecken, wenn man die Behörden nicht kennt oder die Sprache nicht spricht.“ Daher wolle man eine zentrale Anlaufstelle sein.

Noch sei nichts spruchreif, doch man stehe in Gesprächen mit mehreren Organisationen. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit dem Haus der Jugend oder dem Sportbund. Man wolle Angebote schaffen, die in die „bestehenden Systeme“ eingebunden werden. „Die Idee ist erst zum Ende hin entstanden“, berichtete Yazdani, denn viele Kinder hätten gefragt: „Können wir uns weitertreffen?“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Selbstgebaute Stromleitung brennt – Kriminalpolizei ermittelt
Selbstgebaute Stromleitung brennt – Kriminalpolizei ermittelt
Selbstgebaute Stromleitung brennt – Kriminalpolizei ermittelt
Rattenbefall: Grundschule Stübchen muss Nebengebäude sperren
Rattenbefall: Grundschule Stübchen muss Nebengebäude sperren
Rattenbefall: Grundschule Stübchen muss Nebengebäude sperren
Solinger Fabrik für Schneidwaren erweitert Produktionsfläche
Solinger Fabrik für Schneidwaren erweitert Produktionsfläche
Solinger Fabrik für Schneidwaren erweitert Produktionsfläche
Erneut Gewaltvorwürfe in Solinger Kitas
Erneut Gewaltvorwürfe in Solinger Kitas
Erneut Gewaltvorwürfe in Solinger Kitas

Kommentare