Firmen profitieren von ihren Erfahrungen

Durch das Einbahnstraßensystem begegnen sich in der Kantine von BIA nur wenige Mitarbeiter. Foto: BIA
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Durch das Einbahnstraßensystem begegnen sich in der Kantine von BIA nur wenige Mitarbeiter.

Seit dieser Woche gelten neue Regeln für Betriebskantinen.

Von Valeria Schulte-Niermann und Moritz Jonas

Solingen. Dass der Lockdown bis Ende Januar verlängert wurde, kam wohl für die wenigsten überraschend. Allerdings hat der Gipfel der Länder nicht nur eine Verlängerung zur Folge, sondern auch die ein oder andere Verschärfung. Eine dieser neuen Maßnahmen der Corona-Schutzverordnung ist, dass alle Betriebskantinen schließen müssen. Wenn sie nicht notwendig sind, um einen geregelten Arbeitsablauf zu gewährleisten. Was bedeutet das ganz konkret für die Arbeitnehmer in den Solinger Betrieben mit Kantinen? Wir geben einen Überblick.

Bereits seit Mitte Dezember hat die Kantine des Solinger Finanzamts, die sonst 241 Beschäftigte versorgt, geschlossen. Nun prüfe das Amt, wann es den Kantinenbetrieb wieder aufnehmen kann.

Für die Angestellten der Stadt Solingen im Rathaus-Altbau und an der Bonner Straße ändert sich durch die neuerlichen Regelungen nichts. Seit Frühjahr gibt es an beiden Standorten ein Frühstücksangebot zum Abholen unter entsprechenden Hygieneregeln. Zusätzlich können die Mitarbeiter ihr Mittagessen vorbestellen. Die verpackten Mahlzeiten „werden in den jeweiligen Büros verzehrt oder mit nach Hause genommen“ erklärt Stadtsprecherin Birgit Wenning-Paulsen.

Viele Unternehmen stellen auf Essen zum Mitnehmen um

Auch der Schneidwaren-Hersteller Zwilling hat bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres das Konzept in der Kantine umgestellt. Darum musste nur an kleinen Stellschrauben gedreht werden, um alles an die aktuelle Situation anzupassen, teilt ein Sprecher des Unternehmens mit. Was sich allerdings ändert: Das Tischkonzept unter Einhaltung der Sicherheitsabstände nun einem reinen Abholservice weichen musste. Außerdem seien die angebotenen Speisen auf Gerichte reduziert worden, die leicht mitzunehmen sind.

In der Haribo-Kantine galt schon in den vergangenen Monaten ein strenges Hygienekonzept, erklärt ein Sprecher des Unternehmens. Seit neustem können die Mitarbeiter Speisen und Getränke nicht mehr vor Ort verzehren. Der zuständige Catering-Dienstleister Klüh Catering biete den Angestellten jedoch weiterhin Brötchen und kalte Speisen zur Mitnahme an.

Bei BIA wurde ebenfalls auf die beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung reagiert. Seit dem ersten Lockdown ist der Betrieb der Kantine eingeschränkt. „Wir haben in unserer Kantine schon seit längerem auf ein Einbahnstraßensystem umgestellt, damit sich möglichst wenig Mitarbeiter untereinander begegnen“, erklärt BIA-Marketingleiter Vincent Domscheit. Zudem werde wie überall gezielt darauf geachtet, dass die notwendigen Abstände eingehalten werden. Des Weiteren seien Zeitfenster für die Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen eingerichtet worden, um die Abholung des Mittagessens zu entzerren. So vermeide man es, dass die Abteilungen im Betrieb sich untereinander vermischen. „Aber natürlich prüfen wir unser bestehendes Konzept, auch immer wieder auf die richtige Durchführung“, versichert Domscheit.

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