Wiederaufbau nach der Flut

Wie geht es mit dem Ittertal und der Sporthalle Schwertstraße weiter?

Betriebsleiter Thomas Czeckay (l.) und der Vereinsvorsitzende Hartmut Lemmer zogen eine Besucherbilanz für 2022.
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Betriebsleiter des Freibads Ittertal Thomas Czeckay (l.) und der Vereinsvorsitzende Hartmut Lemmer. Sie sind auf finanzielle Hilfe der Stadt angewiesen.

Nach der Flut müssen die beiden Einrichtungen saniert werden. Das ist teuer. Der Rat beriet darüber, wie es finanziell weitergehen kann.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Der Wiederaufbauplan nach der Flutkatastrophe stand am Donnerstagabend auf der Tagesordnung der 12. Sitzung des Finanzausschusses. Solch einen kommunalen Plan zu erstellen, ist Voraussetzung dafür, um Zuwendungen für die Beseitigung von Flutschäden an Brücken, Gebäuden, Grünanlagen und kommunaler Infrastruktur durch das Land beantragen zu können.

Nach Auflistung der Verwaltung umfasst der Wiederaufbauplan für Solingen ein Finanzvolumen von 17,3 Millionen Euro. Dafür will die Stadt eine 100-prozentige Förderung beantragen. 28 Einzelpositionen sind darin aufgeführt. Ob es sich dabei um eine Prioritätenliste handelt, fragte Ulrich G. Müller (FDP) nach. Das sei nicht der Fall, erklärte Matthias Knospe, Stadtdienstleiter Gebäudemanagement. „Die Stadt legt die Prioritäten für die Förderungen, die bis Ende 2029 laufen, erst noch fest“, so Knospe. Der Wiederaufbauplan wurde vom Finanzausschuss einstimmig beschlossen und als Empfehlung an den Stadtrat gegeben, der am Donnerstag tagt.

Größte Posten sind die Brücke am Obenrüdener Kotten mit 1,5 Millionen Euro oder der Totalschaden der Kita Burg mit 2,8 Millionen Euro. Auch große Schäden am Freibad Ittertal sind mit aufgelistet. Das Freibad soll, so das Votum des Finanzausschusses, ebenso wie die Sanierung der Sporthalle des Gymnasiums Schwertstraße für die Teilnahme am Bundesprojekt „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ vorgeschlagen werden. Dabei könnten 75 Prozent der Kosten durch Geld vom Bund übernommen werden.

Freibad Ittertal: Sanierung würde 8,66 Millionen kosten

Eine umfangreiche Sanierung des Walder Freibades mit neuer Technik, neuen Becken, Barrierefreiheit und umfangreicher Nutzung von erneuerbarer Energie würde 8,66 Millionen Euro kosten (das ST berichtete). Die alte technische Ausstattung sei überwiegend nicht mehr regelkonform, der Verzicht auf eine umfassende Sanierung ließe mittelfristig die Schließung des Bades befürchten, stellte die Verwaltung dar. Käme die Förderung, könnte die Sanierung von 2024 bis 2026 durchgeführt werden. Der städtische Eigenanteil von 2,16 Millionen Euro soll in den Haushalt 2024 eingearbeitet werden. Dazu sei eine Akquise von Drittmitteln in Höhe von mindestens 900 000 Euro Voraussetzung. Diese könnten, so die Verwaltung aus einer Stiftung kommen. „Konkrete Gespräche dazu werden schon geführt.“

Der Sanierungsbedarf im Freibad Ittertal ist groß. Nicht zuletzt, weil Fördergeld in Höhe von 170 000 Euro aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätten 2022“, die eigentlich schon vom Land bewilligt waren, immer noch nicht geflossen sind. Jetzt hat der Vorstand des Fördervereins Ittertal nicht zuletzt wegen der aktuellen Preissteigerungen bei Bauen und Energie beschlossen, auf das seit drei Jahren geplante Bauvorhaben zu verzichten. Die Sanierung von Duschen, Umkleiden und andere geplante Maßnahmen wären in dem Bundesförderpaket aber enthalten.

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