Jazz

Europapremiere: Drei Jazz-Stars zünden Feuerwerk aus Klängen und Rhythmen

Jan Lundgren (v. l.), Hans Backenroth und Gregory Privat begeisterten am Samstagabend bei dem Konzert von Walder Theatertagen und Kulturmanagement. Foto: Simone Theyßen-Speich
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Jan Lundgren (v. l.), Hans Backenroth und Gregory Privat begeisterten am Samstagabend bei dem Konzert von Walder Theatertagen und Kulturmanagement.

Europapremiere mit zwei Pianos und Kontrabass reißt im Großen Konzertsaal mit. Jan Lundgren, Hans Backenroth und Gregory Privat sind nicht nur solo Meister des Jazz.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Sie spielten zusammen, als hätten sie nie etwas anderes getan: Dabei war das Konzert mit Jan Lundgren (Piano), Gregory Privat (Piano) und Hans Backenroth (Kontrabass) am Samstagabend im Großen Konzertsaal in dieser Konstellation eine Europapremiere. Aber die drei internationalen Künstler zeigten, dass sie nicht nur als Solisten Meister des Jazz sind, sondern auch als Trio ein musikalisches Feuerwerk abbrennen konnten.

Im ersten Teil vor der Pause konnten die Zuschauer im Saal, der – noch vorsichtig mit Blick auf die Corona-Situation – im Schachbrett-Muster besetzt war, die beiden Pianisten als Solisten erleben. Der Franzose Gregory Privat zeigte sich experimentierfreudig, präsentierte seine selbst komponierten Stücke des neuen Albums und baute auch moderne Technik mit ein. So nahm er Klavierklänge und Gesang auf seiner Loop Station live auf, sang und spielte immer wieder neue Stimmen dazu, und wurde zum eigenen Chor und Orchester.

Jan Lundgren, der nicht nur in seiner Heimat Schweden, sondern auch in den USA ein gefeierter Jazz-Musiker ist, erzählte mit seinen Klavier-Kompositionen Geschichten, von dem „Mann im Nebel“ oder seinen beiden Hunden, für die er Musikstücke geschrieben hat. Lundgren ist schon zum dritten Mal bei den Walder Theatertagen zu Gast, die, als neu gegründeter Verein, das Konzert am Samstagabend gemeinsam mit dem Kulturmanagement der Stadt veranstaltet hatten.

Nach der Pause stieß der schwedische Kontrabassist Backenroth zu den Pianisten. Sie kommunizierten durch ihre Musik, mal verschmitzt, mal vertieft in die eigenen Klänge, spielten sich die Melodien gegenseitig immer wieder zu. Backenroths Soli, die er am Bass mal gezupft, mal gestrichen präsentierte, zeigten das große Können des Bassisten, der an über 150 CDs beteiligt ist.

Das begeisterte Publikum dankte ihnen mit viel Applaus und ließ die Künstler nicht ohne zwei Zugaben von der Konzertbühne gehen.

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