Keine Nachwuchssorgen – zweite Kinderlöschgruppe geplant

Feuerwehr in Solingen kann auf Unterstützung von 875 Mitgliedern zählen

Im Theater und Konzerthaus trafen sich erstmals Vertreter der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr. Foto: Tim Oelbermann
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Im Theater und Konzerthaus trafen sich erstmals Vertreter der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Feuerwehr lebt von Austausch und Kameradschaft, das machte das Pandemiejahr 2020 deutlich.

Von Stephanie Licciardi

Solingen. Fast ein Jahr fanden kaum Schulungen, Fort- und Weiterbildungen statt, Dienste lagen auf Eis und das Miteinander war auf ein Minimum reduziert. „2020 sind wir durch das Covid-19-Virus ordentlich ausgebremst worden“, so Bezirksbrandmeister Mirko Braunheim. „Und doch ist es uns gelungen, die Sicherstellung der Aufgaben der Feuerwehren aufrechtzuerhalten.“

Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr trafen sich erstmals Einheiten der Berufs- und der Freiwilligen Feuerwehr im Theater- und Konzerthaus. Auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach drückte im Grußwort seine Hoffnung aus, dass Treffen und Zusammenkünfte „bald wieder Stück für Stück“ möglich werden. „2020 ist ein Jahr, das uns allen, den Menschen, der Stadt, dem Land in Erinnerung bleiben wird. Routinen, das normale Leben, alles Bisherige wurde wegen eines kleinen, winzigen Virus nach hinten gestellt.“

Solingen: Einsätze bei Unwettern sind häufiger geworden

Dass Frauen und Männer in Notsituationen zusammenfinden, dass eine Stadt in den Lockdown geführt werde, betonte Tim Kurzbach weiter, sei der Verdienst der guten Zusammenarbeit der Stadt und Institutionen wie der Feuerwehr. „Ich bin durchaus stolz, was in Solingen im Kampf gegen das Virus geschaffen wurde. Es ging um die Verteidigung unserer Stadt.“

Neben dem regulären Dienst sind die Löscheinheiten von Berufs- und freiwilligen Feuerwehren bei Aufbau und Betreuung von Testzentren und Notfallkrankenhäusern im Einsatz. Bezirksbrandmeister Braunheim: „Bei der Gefahrenabwehr war die Corona-Pandemie das beherrschende Thema.“

Gemessen an der Zahl der Einsätze sei 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein eher ruhiges Jahr gewesen, berichtete Feuerwehrchef Dr. Ottmar Müller. Dennoch haben die Löscheinheiten mit „neuen Herausforderungen bei der Brandabwehr im Zuge des Klimawandels zu kämpfen“, sagte Brauner. Neben Waldbränden in der Region sowie im Umland sind verstärkt eine Zunahme von Unwettern und damit verbundene Schäden zu vermelden.

Das nordrhein-westfälische Landeskonzept aber zeige: Die Feuerwehr ist gut vorbereitet, was Schutzmaßnahmen, Prävention und Vorkehrungen bei der Brandabwehr und weiteren Bereichen im Katastrophen- und Zivilschutz angeht, betonte der Bezirksbrandmeister. Nicht zuletzt das breit aufgestellte Personal aus Berufsfeuerwehr und Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern trage zur Aufrechterhaltung und Einsatzbereitschaft bei.

„Die wesentlichen Säulen der Stadt sind unsere Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler“, sagte Dr. Ottmar Müller. Auch um den Nachwuchs machen sich die Kameradinnen und Kameraden keine Sorgen. Neben der Aufstockung der Kinderfeuerwehr, der Löschbande in Solingen-Wald, von 15 auf inzwischen 20 Mädchen und Jungen, ist eine zweite Kinderlöschgruppe geplant. „Mit Stolz können wir auf die Unterstützung von rund 875 aktiven und inaktiven Mitgliedern zählen“, so Müller.

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