32 Teilnehmer

Feuerwehr-Anwärter legen Schwimmprüfung ab

32 Feuerwehranwärter zeigten im Sportbad Klingenhalle, wie gut sie schwimmen und tauchen können. Foto: Moritz Alex
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32 Feuerwehranwärter zeigten im Sportbad Klingenhalle, wie gut sie schwimmen und tauchen können.

Gefordert werden 200 Meter Brustschwimmen oder Kraulen und 15-Meter-Streckentauchen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Mit Mund-Nase-Maske und Badehose ins Sportbad Klingenhalle, aber dann ohne Maske auf den Startblock: Die Schwimm- und Tauch-Eignungsprüfung für die Bewerber als Feuerwehr-Anwärter verlief nach den geltenden Corona-Regeln. Aufgeteilt in zwei Gruppen, stellten sich die insgesamt 32 jungen Männer den Prüfern, die ihre geschwommene Zeit notierten.

„Sechs Minuten für 200 Meter, acht Bahnen, sollten kein Problem sein“, sagte Raphael Polnik, Leiter der Feuerwehrschule. Auch vom Streckentauchen erwartete er keine böse Überraschung. „Falls die Bewerber am Ende des mehrstufigen Testverfahrens im nächsten Frühjahr eingestellt werden, kommt sowieso noch das Sportabzeichen in Silber und der DLRG-Rettungsschein in Bronze auf sie zu. Das ist Teil ihrer Ausbildung. Heute wollen wir im Grunde nur wissen, ob jemand möglicherweise gar nicht oder nur sehr schlecht schwimmen kann. Das wäre dann ein Ausschlussgrund.“

Bei den jungen Männern, die am Samstagmorgen schon um 7.30 Uhr ins Wasser sprangen, war das nicht der Fall: „4.56 Minuten, 5.03 Minuten, 5.08 Minuten“ waren beispielsweise die Zeiten, die Polnik der zuständigen Sachbearbeiterin, Claudia Schauenberg für ihre Unterlagen diktierte.

Nach einem schriftlichen ersten Teil und einem Sport-Test, der in diesem Jahr erstmalig im Freien, nämlich auf der Jahnkampfbahn stattgefunden hat, geht es für die Bewerber ab September in die nächste Runde.

„Dann erfolgen Vorstellungsgespräche und kleine praktische Herausforderungen“, gab Raphael Polnik einen Ausblick. „Zwar muss jeder, der zur Feuerwehr möchte, eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen, aber die ursprüngliche Regel, dass das ein technisch-handwerklicher sein muss, gilt so nicht mehr. Wir hatten inzwischen auch schon mal Kaufleute und ähnliches.“ Die Ausbildung zum Feuerwehrmann oder zur Feuerwehrfrau dauert 18 Monate. „In diesem Jahr sind wir im Frühling mit 45 Interessierte gestartet. Am Ende brauchen wir 18 – und aus Erfahrung haben wir noch eine zweite Bewerbungsrunde angesetzt, die im September beginnt“, sagt Ponik. Schon jetzt habe sich die Zahl der Geeigneten im Verfahren deutlich reduziert und nach den Bewerbungsgesprächen würden es sicher noch weniger sein. „Da ist es gut, noch mehr zu testen.“

Feuerwehr prüft Bewerber auf Herz und Nieren: Körperlich und geistig verlangt der Beruf viel. Eine bestandene Eignungsprüfung ist Voraussetzung. So lief der Test 2019. 

Die Solinger Feuerwehr hat vor Kurzem zwei neue Motorräder erhalten. Die Kräder werden vor allem bei Rettungseinsätzen in unwegsamen Gelände benötigt.

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