Festliche Klänge erfüllen den Saal

Roland Winkler präsentierte im Großen Konzertsaal auch Werke weniger bekannter Komponisten.
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Roland Winkler präsentierte im Großen Konzertsaal auch Werke weniger bekannter Komponisten.

Roland Winkler spielte das erste Orgelkonzert der Saison im Theater und Konzerthaus

Von Wolfgang Günther

Das Orgelkonzert begann am Sonntag bereits am Vormittag, das war ungewohnt. „Damit wollten wir dem Endspiel der Fußball-WM aus dem Weg gehen“, sagte Roland Winkler in seiner Begrüßung. Und das war eine sehr gute Entscheidung, denn mehr als 100 Zuhörer kamen zu seinem Konzert in den Großen Konzertsaal im Theater und Konzerthaus.

Die dortige Konzertorgel, 1965 von der Bonner Orgelbaufirma Klais gebaut, diente in Orchesterkonzerten und auch den städtischen Orgelkonzerten. Als diese 2005 mangels Interesse eingestellt wurden, verschwand die Orgel mehr oder weniger in der Versenkung. Dem Kirchenmusiker Roland Winkler ist es zu verdanken, dass die Orgel wieder ehrenamtlich und regelmäßig gespielt und auch in anderen Konzerten stärker genutzt wird.

Sein Programm unter dem Titel „Festklänge“ bot einige Werke weniger bekannter Komponisten. Als Auftakt erklang aber mit dem „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel in einer Bearbeitung für Orgel sicher eines der bekanntesten Werke sakraler Musik. Der Brite Alfred Hollins (1865-1942) wurde blind geboren und trotz dieser Behinderung zu einem bekannten Komponisten in England. Winkler spielte seine Fantasie zu einem Wiegenlied, in dem die Melodie des Weihnachtsliedes „Adeste fidelis“ feinnervig variiert wird.

Musik von Johann Sebastian Bach darf in einem Konzert in der Weihnachtszeit nicht fehlen, der Organist spielte das Choralvorspiel „In dulci jubilo“ des Meisters. Roland Winkler hatte auf seiner Suche nach wenig bekannten, aber wertvollen Werken die Musik des deutschen Organisten und Komponisten Otto Dienel entdeckt. In seiner großen Weihnachtssonate verarbeitet der Komponist, der hauptsächlich in Berlin wirkte, in jedem Satz am Ende ein bekanntes Weihnachtslied. So erklangen mal die zarten Klänge der Flötenregister in der Orgel, um von aufwühlenden Klängen abgelöst zu werden.

Am Ende des 3. Satzes zog der Organist beim Lied „Vom Himmel hoch“ alle Register seines großen Instruments. Die Interpretation dieser großen Sonate bedeutete eine virtuose Herausforderung für Roland Winkler, die er aber großartig meisterte. Langer Beifall der begeisterten Zuhörer führte zu einer Zugabe, noch einmal erklang die Orgel mit der Hymne „Panis angelicus“, vertont von César Franck.

In der Saison 2022/2023 stehen nur zwei Orgelkonzerte auf dem Programm. Am 14. Mai 2023 kommt der Hamburger Organist Prof. Christoph Schöner in den Großen Konzertsaal und kündigt ein Konzert mit dem Titel „Orgel spektakulär“ an. Beginn ist um 18 Uhr.

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