Fest bringt Solinger und Geflüchtete zusammen

Am 24. April können Ukrainer in den Güterhallen ein Stück Heimat erleben

Von Lucas Hackenberg

Zusammenhalt ist in Zeiten von Krieg und Not ein hohes Gut – und verstärkter Austausch unabdingbar. Das Fest der Begegnung am orthodoxen Ostersonntag, 24. April, in den Güterhallen am Südpark soll dazu einen Beitrag leisten. Beginnen wird der Tag mit einem Gottesdienst, der von Volodymyr Chayka, dem Dekan der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Patriarchats Kiew mit Sitz in Köln, durchgeführt wird. Dann soll kultureller Austausch im Vordergrund stehen.

Die Solingerin Daniela Hermes und die Ukrainerin Olena Tanchynets, die in ihrer Heimat Kiew als Direktorin eines Kultur- und Bildungszentrums tätig ist, erarbeiteten gemeinsam mit Peter Amann vom Verein Güterhallen und vielen weiteren helfenden Händen das Konzept. So werden unter anderem Werke ukrainischer Künstler gezeigt – etwa eine Auswahl von Fotos aus der Ausstellung „Deadlines. Kriegsbilder des ukrainischen Fotojournalisten Maks Levin (1981-2022)“. Ukrainische Musiker werden spielen, für Kinder gibt es viele Bastelaktionen und das Spielmobil der Jugendförderung ist vor Ort.

„Sehr, sehr dankbar“ sind Hermes und Tanchynets, dass der Lions Club, der Rotary Club und die Soroptimisten als Sponsoren das Begegnungsfest unterstützen. Auch Falk Dornseifer, Sabina Vermeegen, Petra Krötzsch und Michael Boeck gehören zu den vielen Helfern.

Olena Tanchynets hob bei einem Pressegespräch vor allem die Kinder hervor, die vor der Zerstörung in ihrem Heimatland fliehen mussten. Für sie sei es wichtig, das orthodoxe Osterfest als positives Ereignis erleben zu können, so dass Krieg und Leid an diesem Tag so gut wie möglich aus den Köpfen weichen können.

Der Verzehr von Speisen und Getränken ist dabei für ukrainische Geflüchtete kostenfrei. Oberbürgermeister Tim Kurzbach übernimmt für die Veranstaltung die Schirmherrschaft: „Gerade in dieser Krise Europas kommt es darauf an, dass wir Menschen zusammenhalten“, so Kurzbach.

Im Solinger Südpark soll hierfür Ende April ein Beispiel gegeben werden. Aufgrund der inzwischen etwa 1000 registrierten ukrainischen Flüchtlinge im Stadtgebiet wird auf regen Austausch und gutes Wetter gehofft. „Zudem soll sich das Atelier-Gelände im besten Fall an jedem Sonntagnachmittag als ein Ort für Begegnung und gegenseitige Toleranz etablieren“, bekräftigte Peter Amann stellvertretend für den Zusammenschluss der Ateliers in der Alexander-Coppel-Straße.

Sonntag, 24. April, 12 bis 17 Uhr, Alexander-Coppel-Straße, Güterhallen

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Unwetterwarnung: Dürpelfest startet heute später - So bereiten sich alle vor
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet heute später - So bereiten sich alle vor
Unwetterwarnung: Dürpelfest startet heute später - So bereiten sich alle vor
Mögliches Unwetter: Kinder früher aus der Kita abholen - Wetterdienst warnt vor Hagel
Mögliches Unwetter: Kinder früher aus der Kita abholen - Wetterdienst warnt vor Hagel
Mögliches Unwetter: Kinder früher aus der Kita abholen - Wetterdienst warnt vor Hagel
Solingerin prallt gegen Lieferwagen
Solingerin prallt gegen Lieferwagen
Solingerin prallt gegen Lieferwagen
Schloss Burg feiert am Wochenende Weihnachten - Der Auftakt am Freitag fällt aus
Schloss Burg feiert am Wochenende Weihnachten - Der Auftakt am Freitag fällt aus
Schloss Burg feiert am Wochenende Weihnachten - Der Auftakt am Freitag fällt aus

Kommentare