Fesselnder Krimi aus Mecklenburg

Rainer Francke vom Walder Bücherwald empfiehlt Holger Karsten. Foto: Anne Simon
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Rainer Francke vom Walder Bücherwald empfiehlt Holger Karsten. Foto: Anne Simon

Rainer Francke lobt

Es scheint naheliegend, den Sommerurlaub 2020 im eigenen Land zu verbringen. Das bedeutet vielleicht auch, sich statt von bretonischen oder toskanischen Kommissaren einmal von Ermittlern aus hiesigen Gefilden unterhalten zu lassen. Und wenn dabei Spannendes herauskommt – umso besser!

2003 – ein heißer Sommer an der Mecklenburger Seenplatte. In einer Hochhaussiedlung wird ein Toter gefunden, kurze Zeit später ein weiterer in einem Seniorenheim. Beide wurden auf gleiche Weise getötet – doch für die ermittelnden Rostocker Kommissare Lona Mendt und Frank Elling gibt es zunächst keine erkennbare Verbindung zwischen den Todesfällen.

Dem finanziell klammen Elling wird viel Geld geboten, wenn er die Ermittlungen manipuliert. Aber immer mehr stellt sich heraus, dass die Toten etwas mit Arzneimittelversuchen von westdeutschen Firmen in der untergegangenen DDR zu tun hatten – und die Opfer durchaus auch Täter waren. Fast nichts in diesem Fall ist, wie es scheint, und auch die beiden Fahnder haben ihre Geheimnisse – erst vor-, dann miteinander. . .

Ein hochspannender, wendungsreicher Krimi des Drehbuchautors Holger Karsten Schmidt (Nord bei Nordwest) über ein dunkles Kapitel deutsch-deutscher Geschichte, tolle Protagonisten, viel Atmosphäre – Lektüre für Sommerabende auf der Terrasse.

Holger Karsten Schmidt, Die Toten von Marnow, KiWi, 16 Euro

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