Historisches Foto

Welchen Solinger Betrieb suchen wir?

Was wird hier produziert – und wo? Sie erkennen, in welchen Solinger Betrieb, der zuletzt Schlagzeilen schrieb, die Aufnahme entstanden ist? Senden Sie uns gerne bis Donnerstag, 26. Januar, Ihre Erinnerungen per E-Mail zu.redaktion@solinger-tageblatt.de
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Was wird hier produziert – und wo?

Viele ST-Leser erinnern sich gerne an das frühere Karstadt-Restaurant in der Solinger Innenstadt. Die Erinnerungen gibt es zum Nachlesen im Text. Was suchen wir dieses Mal?

Was wird hier produziert – und wo? Sie erkennen, in welchen Solinger Betrieb, der zuletzt Schlagzeilen schrieb, die Aufnahme entstanden ist? Senden Sie uns gerne bis Donnerstag, 26. Januar, Ihre Erinnerungen per E-Mail zu: redaktion@solinger-tageblatt.de

Das Rätsel der vergangenen Woche: Fernblick auf den Neumarkt überzeugte

Von Kristin Dowe

Ein Hauch von Wehmut machte sich vor allem bei den Usern unserer Facebook-Seite beim Blick auf unser Historisches Foto breit. Wie die meisten richtig erkannt haben, handelte es sich um das Restaurant im Obergeschoss des damaligen Karstadt-Kaufhauses am Neumarkt. Eine Nutzerin bescheinigt dem früheren gastronomischen Angebot in der Solinger Innenstadt „gute Fernsicht und leckeres Essen“. Sie würde das Karstadt-Restaurant „sofort gegen den Hofgarten eintauschen“.

Leckeres Essen, guter Service – diese Erinnerungen verbinden viele Solinger mit dem früheren Karstadt-Restaurant.

Eine andere Nutzerin schwelgte auf Facebook in Kindheitserinnerungen und schreibt: „Ich habe es geliebt, mit meiner Oma dort vor oder nach dem Shoppen essen zu gehen. Oder auf ein Stück Kuchen und einen Kaffee dort zu sein.“ Eine andere Solingerin blickt aus beruflicher Perspektive auf das Kaufhaus zurück: „Karstadt war sehr schön. Dort habe ich meine Ausbildung gemacht und bis zum letzten Tag dort gearbeitet.“

Einer, der wissen muss, wie beliebt und gefragt das ehemalige Karstadt-Restaurant bei den Solingern war, ist Gerhard Rothe. Der Solinger war Abteilungsleiter der Gastronomie bei Karstadt und erinnert sich auch gerne an dessen beachtlichen wirtschaftlichen Erfolg: „Wir haben damals jedes Jahr drei Millionen Mark Umsatz gemacht, davon eine Million Reingewinn.“ Noch heute werde er von Kunden angesprochen, die die bodenständige Speisekarte bei Karstadt vermissen. „Wenn wir früher am Samstagmorgen um halb neun den Laden geöffnet haben, war um neun Uhr alles brechend voll.“ Ein Bild, das angesichts des schwindenden gastronomischen Angebots im heutigen Hofgarten wohl schwer vorstellbar ist.

Gelegentlich habe es „Bergische Aktionswochen“ gegeben, wo typische Gerichte der Region, unter anderem die Bergische Kaffeetafel, serviert wurden. Um sich im Wettbewerb behaupten zu können, habe er auch die Konkurrenz stets aufmerksam beobachtet, weiß Rothe noch. „Ich habe schon genau darauf geachtet, was die Tasse Kaffee bei Café Kersting kostet. Die Traditionskonditorei an der Kölner Straße hatte Ende Dezember ihre Schließung verkündet und unter anderem die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise als einen der Gründe für das Aus angegeben. Gerhard Rothes Fazit: „Der Zustand der Solinger Gastronomie ist heute leider ein Trauerspiel.“

Die lange Erfolgsgeschichte von Karstadt und der Gastronomie endete im August 2008.

Über das ehemalige Karstadt-Restaurant weiß dagegen auch Norbert Posthum nur Gutes zu berichten: „Von hier hatte man einen guten Blick auf den gesamten Graf-Wilhelm-Platz. Das kulinarische Angebot war breit gefächert, teils sogar gehoben.“

Von seinem Arbeitgeber habe er in den 70er Jahren einen Zuschuss in Form von Essensmarken erhalten. In der Mittagspause habe er bescheidene Ansprüche gehabt: „Ein Rumpsteak zum Preis von DM 13,50 – wie auf dem Foto ersichtlich – kam nicht in Betracht. Es war eher die normale Hausmannskost angesagt.“ Die Servicekräfte habe er indes als „freundlich und hilfsbereit“ erlebt. Rückblickend hält Norbert Posthum fest: „Die Passage hatte seinerzeit eine Leuchtturmfunktion – und dies über die Stadtgrenze von Solingen hinaus. Es war eine sehr schöne Zeit.“

Auf den ersten Blick erkannt hat Volker Winterstein seine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen auf dem Foto, schrieb er an das Tageblatt. Mehr als 20 Jahre, von 1974 bis 1994, war er bei Karstadt beschäftigt. „Ich war Metzgermeister in dem Haus“, verriet er in seiner Zuschrift.

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