Höhscheid

Fernando Uyeyama erschafft gläserne Kunstwerke

Fernando Uyeyama präsentiert den gläsernen Nachbau des Brandenburger Tors. Es ist eines seiner zahlreichen Kunstwerke. Foto: Tim Oelbermann
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Fernando Uyeyama präsentiert den gläsernen Nachbau des Brandenburger Tors. Es ist eines seiner zahlreichen Kunstwerke.

Seit Juli ist der Künstler mit Werkstatt und Atelier in Höhscheid zu Hause.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die beleuchtete Vitrine erstreckt sich über eine ganze Wandbreite im Atelier „Kendo Art Glass Design“ und ist prallvoll gefüllt mit völlig unterschiedlichen Herrlichkeiten – alle aus Glas. Schließlich ist der Erschaffer der edlen Gegenstände Glas-Designer. Als Sohn eines japanischen Glasers im peruanischen Lima aufgewachsen, hat Fernando Uyeyama die Faszination und die Liebe zu diesem Material sozusagen in die Wiege gelegt bekommen. „Da waren nie Berührungsängste, sondern immer eine tiefe Vertrautheit, gar Freundschaft zu diesem Stoff“, sagt er. Eine Leidenschaft, an der auch ein Biologiestudium in Lima, Argentinien und Japan nichts änderte.

„Ich habe auch Interessenten in der gesamten Republik.“
Fernando Uyeyama, Kendo Art Glass Design

Mit Glas die Welt der Kunst zu betreten, war für Uyeyama nur folgerichtig. Zunächst in Peru, richtete er sein eigenes Design-Atelier ein und entwickelte sich Schritt für Schritt weiter. Schon als Kind habe er immer Deutschland als Traumziel für sein späteres Leben vor Augen gehabt. Dass Ratingen und nun Solingen die Standorte seines beruflichen Schaffens werden würden, war Zufall. Aber beide Standorte seien zentral und für Kunden gut erreichbar, sagt er.

„Natürlich lebe ich viel von regionaler Mund-zu-Mund-Propaganda. Aber ich habe auch Interessenten in der gesamten Republik, die mich im Netz finden.“ Gerne setzt er Kundenideen in ein zu schaffendes Objekt um. Jeder Auftrag sei eine neue Herausforderung und oft sei er dabei über sich hinausgewachsen, sagt Uyeyama. „Das gerade macht die Arbeit ja so spannend“. Künstlerisch und handwerklich auf Alleinstellungsmerkmale verweist zum Beispiel die Farbe, mit der er vielfach in seinen Stücken in Einschlüssen arbeitet.

Sein Label „Kendo Art Glass Design“ ist seit 2013 im Bundesverband der Kunsthandwerker zu finden: Seine Werke sind ausnahmslos Unikate. Glasscheiben in verschiedener Dicke und mit unterschiedlicher Körnung sind Ausgangspunkt für zum Teil erstaunliche Ergebnisse.

Das Brandenburger Tor etwa fesselt das Auge des Betrachters: Matt poliert sind die sechs Säulen, auf dem der gleichfalls matte Torbogen ruht. Die berühmte Quadriga dagegen ist ein Einschluss in einem kristallklaren Kubus. Dieses Objekt ist nur eines von vielen aus einer umfangreichen Palette. Fernando Uyeyama hat sein Portfolio breit aufgestellt: Seine „Business Line“ bietet besondere Präsente für Geschäftspartner an, mit „Kendo Awards“ zeigt er seine Fantasie bei der Gestaltung besonderer Pokale und Auszeichnungen.

Eine Kollektion an Wanduhren beeindruckt durch ihren Dialog von schlichter Eleganz mit Verspieltheit und mit „Papier und Pen“ können Firmen sich und ihre Kunden mit gläsernen Zettelboxen, Namensschildern oder Stifthaltern versorgen. „Da arbeite ich sozusagen auch in Serie“, sagt der Künstler, der im Juli von Ratingen nach Solingen gezogen ist.

Er suchte kleinere Räume, erzählt er. Die hat er nun in Höhscheid, an der Rückseite des Kik-Geschäftes gefunden. „Da meine Maschinen sehr laut sind, kommt ein Wohngebiet für mich nicht infrage“. Sein Atelier ist eine Werkstatt mit Schleifscheiben, Laser- Graviergerät und Sandstrahlkabine. Dazu kräftige Lampen, um die zu erledigenden Feinarbeiten mit der nötigen Präzision ausführen zu können und vielerlei kleinere Werkzeuge wie Zangen, Schrauber und Bohrer.

Internet

Die Webseite bietet Einblicke in die Fülle der verschiedenen künstlerischen Möglichkeiten von Fernando Uyeyama.

Weitere Infos:

http://www.kendoglas.de/

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