„Fenstersturz“ wurde neues Markenzeichen

Fenstersturz-Künstler Rudolf A. Scholl an einem Objekt aus Stahl. Foto: cb

AUSSTELLUNG Werke des Kölner Künstlers Rudolf A. Scholl zum Jubiläum im Kunstmuseum.

Von Karl-Rainer Broch

Seit zehn Jahren gibt es die Installation „Fenstersturz“ an der Frontfassade des Kunstmuseums in Gräfrath. Grund genug, dem Kölner Künstler Rudolf A. Scholl eine Ausstellung zu widmen. Seiner Meinung nach fehle im östlichen Fassadenbereich eine Betonung in der Architektur, meinte er 2002 und schlug vor, eine Abfolge von Bildern zu errichten, die wie ein Daumenkino wirkt und den Eindruck eines fallenden Fensters hervorruft.

Dr. Rolf Jessewitsch, Direktor des Kunstmuseums, ist nach wie vor von der 2004 errichteten Installation begeistert: „Der Fenstersturz wurde zum Erkennungszeichen des Museums, ist nicht nur Blickfang, sondern auch Foto-Objekt.“ Markenzeichen auch deshalb, weil aus neuen Materialien wie Makrolon und Aluminium Bildkunst wurde. Jessewitsch eröffnete gestern Abend die kleine Ausstellung zum zehnten Jahrestag mit Zeichnungen und Skulpturen des inzwischen 83 Jahre alten Künstlers. Tatsächlich hatte es früher an dem 1907 errichteten ehemaligen Gräfrather Rathaus einen Erker an der Stelle des „Fenstersturzes“ gegeben, auf den war aber beim Wiederaufbau verzichtet worden.

Ausstellung zeigt den spielerischen Umgang Scholls mit der Architektur

Den spielerischen Umgang mit Architektur zeigt die kleine Ausstellung. Bei den Skulpturen unter dem Motto „Der Sockel und sein Objekt“, vornehmlich aus Blei, fällt die massive „Sackkarre“ besonders ins Auge. Auch die mit Gouache gefertigte farbige Serie über „schwarze Löcher“ ist sehenswert. Die großformatigen Kohlezeichnungen erinnern von ihrer Struktur her („Sich Öffnende“) am meisten an Scholls Fenstersturz-Installation.

Ausstellung „Zehn Jahre Solinger Fenstersturz“, bis 17. August, Kunstmuseum Solingen, Wuppertaler Str. 160.

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