„Felix Kids-Club“ bietet derzeit an zwei Wochentagen eine offene Tür

Die achtjährigen Zwillinge Milo und Ella waren neulich schon in der Zeitung, jetzt haben wir sie zufällig im „Felix Kids-Club“ am Breidbacher Tor wiedergetroffen. Mitgründerin Sybilla Opitz spielt mit ihnen. Foto: Christian Beier
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Die achtjährigen Zwillinge Milo und Ella waren neulich schon in der Zeitung, jetzt haben wir sie zufällig im „Felix Kids-Club“ am Breidbacher Tor wiedergetroffen. Mitgründerin Sybilla Opitz spielt mit ihnen. Foto: Christian Beier

Lockere Serie über offene Angebote für Kinder und Jugendliche erklärt heute ein Konzept in der Innenstadt

Von Daniela Neumann

Am Glücksrad kommen die Kinder im „Felix Kids-Club“ beim Rein- und Rausgehen vorbei. „Normalerweise ist hier immer eine große Schlange zum Schluss“, erzählt Sybilla Opitz. Ihr Mann Gunter und sie haben das Konzept des Solinger Kids-Clubs bereits 1993 entwickelt und sind mit ihm nun nach mehreren Umzügen am Breidbacher Tor in der Innenstadt ansässig.

Verein hinter Kids-Club arbeitet mit Spenden und Ehrenamtlichen

Ob Spenden für die Gewinne am Glücksrad oder für die Einrichtung: Der Verein „Christen in Aktion“, der hinter dem Angebot steht, ist gemeinnützig und finanziert seine Arbeit im Kids-Club über Sponsoring und mit Ehrenamtlichen. Ein halbes Dutzend zählt zum Stamm-Team des Ehepaares Opitz. Dank des aufgebauten Netzwerks konnte Gunter Opitz etwa Mikroskope auf die Tische stellen und über die drei Etagen verschiedene Funktionsbereiche von Kickern über eine Bühne bis zu Medien- oder Rollenspielecken einrichten.

Ziel sei es, die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Eigenständigkeit zu stärken, betont Gunter Opitz. Sie sollen nicht in einer Rolle feststecken müssen, sondern erfahren, was es für Möglichkeiten gibt. Beliebt sei etwa, sich für eine Aufgabe verantwortlich zu melden, sagt Pastor Opitz.

Gerade war Yoneiry Torres de Jesus, sportliche Leiterin des Reha- und Behindertensportvereins (RBS), wegen einer möglichen Kooperation zu Gast. Gunter Opitz steht in seiner Rolle als Dreh- und Angelperson „Felix“ dabei nun nicht zwingend auf der Bühne, dennoch ist er nach wie vor der Ansprechpartner für alle Belange vor Ort. Sybilla Opitz koordinierte derweil die Taschenbastelaktion mit Filz. Vorher hatte sie den anwesenden Kindern Zeit mit Gesellschaftsspielen angeboten.

Joanna (10) und Isabell (9) gehen in eine Klasse und wohnen nicht allzu weit weg. Sie nutzen die Spielmöglichkeiten gern, wie sie berichten. Aktuell könnten bis zu zwölf Kinder vor Ort sein. Man fange langsam wieder an. An zwei Wochentagen ist der Kids-Club nachmittags geöffnet. Grundsätzlich hätten sich über die Jahre Anmeldungen im vierstelligen Bereich angesammelt, ergänzt er. Wer keine Felix-Karte hat, kann erst einmal so Kontakt aufnehmen. „Wir haben Kinder vom Kleinkindalter bis zur Ausbildung und in die eigene Ehe begleitet“, erzählt Gunter Opitz. So sei der Kids-Club auch so etwas wie ein zweites Zuhause.

Durch Aushänge an den Schaufenstern am Eingang der ehemaligen Schlecker-Filiale informiert er nun über das aktuelle Angebot. Nach und nach würden Kinder und Jugendliche, die Interesse zeigen, gefragt, an welchen Aktionen sie teilnehmen wollen, etwa im Bereich Kochen und Backen. Wer Hausaufgabenhilfe oder Nachhilfe brauche, könne sich melden. Auf der Internetseite werden Inhalte aktualisiert.

Mittwochs und donnerstags läuft in der Kernzeit von 15 bis 17 Uhr die kostenlose offene Tür. Sie ist derzeit für Kinder ab sechs Jahren bis zum Teenie-Alter gedacht. Künftig möchte Gunter Opitz in Zusammenarbeit mit der Kirche regelmäßig ein Angebot mit Brunch installieren. „Ein Schwerpunkt von meiner Frau und mir ist im Moment das Forscher- und Entdecker-Mobil“, sagt er. Damit wolle er wieder und verstärkt an naturnahen Orten arbeiten.

Kontakt: felixkidsclub.de

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