Tradition

So feiern die Gemeinden das Erntedankfest

Beim Erntedankfest wird traditionell ein Gabentisch dekoriert, auf dem Obst und Gemüse abgelegt wird. In ländlichen Gegenden wird damit gedankt, dass die Ernte üppig ausfiel, in den Städten geht es vielmehr darum, Bedürftigen zu helfen. Archivfoto: Roland Keusch
+
Beim Erntedankfest wird traditionell ein Gabentisch dekoriert, auf dem Obst und Gemüse abgelegt wird. In ländlichen Gegenden wird damit gedankt, dass die Ernte üppig ausfiel, in den Städten geht es vielmehr darum, Bedürftigen zu helfen. Archivfoto: Roland Keusch

Am 4. Oktober finden Gottesdienste in den Kirchen, im Freien und online statt – Geld und Lebensmittel werden gesammelt

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Am kommenden Sonntag, 4. Oktober, wird wieder Erntedank gefeiert. „Damit danken wir zum einen, dass es uns gut geht. Aber wir helfen an dem Tag auch den Hilfsbedürftigen“, erklärt Stadtdechant Pfarrer Michael Mohr. „Das Erntedankfest erinnert Christen nicht nur daran, wem sie für die Erträge und Erfolge des zurückliegenden Jahres danken können, sondern auch, dass die ganze Welt unter Gottes Schirm und Schutz steht“, betont Pfarrerin Claudia Stark von der evangelischen Friedenskirche Ohligs. Sowohl in den katholischen als auch bei den evangelischen Gemeinden wird das Fest in diesem Jahr trotz des Virus stattfinden – allerdings in abgewandelter Form.

Die evangelischen Gemeinden feiern sowohl draußen als auch online

Friedenskirche Ohligs: Die Friedenskirche zieht an diesem Sonntag unter den offenen Himmel. Unter dem Thema „Unter Gottes Schirm“ gestaltet Pfarrerin Claudia Stark die Erntedankfeier gemeinsam mit Kindern der benachbarten evangelischen Kita Uhlandstraße. Die Bänke und eine Bühne werden auf der großen Wiese hinter dem Gebäude aufgebaut. Passend zu dem Motto sollen Teilnehmer einen Schirm mitbringen. Beginn des Gottesdienstes ist um 10 Uhr.

Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath: Auch in Gräfrath wird in diesem Jahr Open Air und mit der evangelischen Kita gefeiert. Pfarrer Thomas Schorsch und Diakonin Bärbel Albers laden um 10.30 Uhr auf das Gelände vor dem Kindergarten In der Freiheit ein.

Widdert: Die Kirchengemeinde Widdert dankt Gott über den Videokonferenzdienst Zoom für die Ernte – allerdings erst eine Woche später. Unter dem Motto „Nutz-los oder wert-voll“ kann der Gottesdienst am 11. Oktober um 11 Uhr gemütlich zuhause vor dem Computer verfolgt werden. Zugangsdaten gibt es online.

www.widdert.com/ omnibus-zu-hause/

Luther-Kirchengemeinde: Spenden für die Tafel können an der Lutherkirchengemeinde abgegeben werden. Dafür steht bis zum 4. Oktober vor beiden Gemeindehäusern – neben der Lutherkirche und an der Neuenhofer Straße 47b – je eine Kiste. Dort können Lebensmittel und Hygieneartikel abgegeben werden.

Weitere Gottesdienste der evangelischen Gemeinden zu Erntedank auch in den Kirchen gibt es online beim Menüpunkt „Gottesdienste“.

www.klingenkirche.de

Bei den Katholiken wird „wie in jedem Jahr gefeiert“, erklären Pfarrer Michael Mohr, der für die Pfarreiengemeinschaften Mitte/Nord und Süd zuständig ist, und Pfarrer Meinrad Funke, Pfarreiengemeinschaft West.

St. Clemens / St. Suitbertus: Aufgrund der Corona-Situation finden in den Pfarreiengemeinschaften Süd und Mitte/Nord nur in den beiden größten Kirchen Gottesdienste statt. So auch zum Erntedankfest. In allen sieben Messen – wie derzeit gewohnt findet je eine am Samstagabend, je eine am Sonntagmorgen und eine in St. Clemens am Sonntagnachmittag statt – steht das Thema im Mittelpunkt. Auch die Altarräume werden mit Ernte, also Äpfel, Möhren, Mais und Co. geschmückt.

Pfarreiengemeinschaft West: Die Gottesdienste zu Erntedank in den Kirchen finden zu den gewohnten Zeiten und nach vorheriger Anmeldung im Pastoralbüro statt.

In den vergangenen Jahren haben auch die katholischen Kirchen Lebensmittelspenden gesammelt. Aufgrund des Coronavirus weichen sie auf eine Alternative aus. In den Gottesdiensten wird für eine Sonderkollekte gesammelt.

Erntedank

Das Erntedankfest wird traditionell am ersten Sonntag im Oktober gefeiert. Damit wird Gott für die Ernte gedankt, weil es nicht selbstverständlich ist, dass es ausreichend Sonne und Niederschläge gibt. „Es gibt mittlerweile einen Unterschied zwischen dem Erntedankfest im ländlichen und im städtischen Bereich“, erklärt Pfarrer Michael Mohr. Im ländlichen habe es eine größere Bedeutung in Bezug auf die Ernte. In Solingen steht eher der Schwerpunkt Teilen im Mittelpunkt. „Wir danken dafür, dass es uns gut geht, aber helfen an dem Tag auch Bedürftigen und denken an sie.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Nach Zusammenstoß: Autofahrer eingeklemmt
Nach Zusammenstoß: Autofahrer eingeklemmt
Nach Zusammenstoß: Autofahrer eingeklemmt
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Inzidenz über 50: Diese Corona-Regeln gelten in Solingen ab Montag
Corona: Inzidenz fällt leicht - Inzidenzstufe 3 ab Montag - Weiter höchster Wert im Bund
Corona: Inzidenz fällt leicht - Inzidenzstufe 3 ab Montag - Weiter höchster Wert im Bund
Corona: Inzidenz fällt leicht - Inzidenzstufe 3 ab Montag - Weiter höchster Wert im Bund
Live-Blog: Stadt bereitet sich auf Starkregen am Wochenende vor - Brücke Wupperhof freigegeben
Live-Blog: Stadt bereitet sich auf Starkregen am Wochenende vor - Brücke Wupperhof freigegeben
Live-Blog: Stadt bereitet sich auf Starkregen am Wochenende vor - Brücke Wupperhof freigegeben

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare