Fehlende Produktsicherheit: Fälschungen können gefährlich werden

Christine Lacroix (v. l.), Dietmar Möllmann und Dagmar Blum informierten über „Fake-Shops“ und die Arbeit des Zolls. Foto: Christian Beier
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Christine Lacroix (v. l.), Dietmar Möllmann und Dagmar Blum informierten über „Fake-Shops“ und die Arbeit des Zolls.

Experten führen auf Einladung des Arbeitskreises Bergische Museen durch die Welt der Produktpiraterie

Von Tanja Alandt

Produktfälschungen sind im Zweifel nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht für den Hersteller des Originalprodukts ein Ärgernis – mit ihnen können auch erhebliche, gesundheitliche Risiken für die Nutzer einhergehen. Nicht zuletzt darauf machten im Rahmen der Vortragsreihe „Rund um den Globus: Das unlautere Geschäft mit gefälschten Produkten“ des Arbeitskreises Bergische Museen nun Dagmar Blum von der Verbraucherzentrale und Dietmar Möllmann vom Zollkriminalamt Köln aufmerksam. Ehe es für die Besucher ins Museum Plagiarius zu anschaulichen Beispielen ging, sprachen die Experten im Güterhallenatelier „PestProjekt“ von Peter Amann.

Blum informierte die Zuhörer über Internetshops, die entweder keine Waren schicken oder nur gefälschte Produkte versenden. Möllmann berichtete über sichergestellte Fälschungen vom Shampoo bis zum Markenschuh. Das Museum Plagiarius und das Zentrum für verfolgte Künste nahmen sich in diesem gemeinsamen Projekt Daten, Ideen und Produkte vor, „die illegal in der Welt unterwegs sind“. Christine Lacroix, zweite Vorsitzende des Museum Plagiarius, berichtete: „Dazu zählen globale Produktfälschungen und Markenpiraterie.“ Im Museum konnten die Gäste den direkten Vergleich zwischen Original und Fälschung erfahren. Besonders problematisch sei die fehlende Produktsicherheit bei gefälschtem Kinderspielzeug und technischen Geräten. Diese seien teilweise mit gefährlichen Chemikalien oder Weichmachern behandelt. Der Hauptteil an Produktfälschungen indes macht Kleidung aus. Aus China stammen die meisten Fälschungen. „Es ist schwere, mindestens mittlere Kriminalität. Man weiß nicht, wen man damit unterstützt“, so Möllmann.

Um nicht Opfer von Fake-Shops zu werden, warnte Berg vor der Zahlungsmethode per Vorkasse. Als weitere Merkmale eines Fake-Shops gelten zudem doppelte Endungen einer Domain (Beispiel: de.com), das Fehlen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und des Impressums, unrealistische Angebote oder nur positive Bewertungen, die nach schlechten Übersetzungen klingen.

Am 7. Oktober folgen weitere Vorträge von Prof. Dr. Arndt Sinn (Internationales Strafrecht, Universität Osnabrück) und Henning Voß (Verfassungsschutz, Innenministerium NRW) – in Amanns Atelier von 18 Uhr bis 20 Uhr.

www.museum-plagiarius.de

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