Anmeldungen

Fast alle Schüler dürfen zur Wunschschule

Dagmar Becker verantwortet ihre erste Schulanmeldung als Dezernentin. Archivfoto: Beier
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Dagmar Becker verantwortet ihre erste Schulanmeldung als Dezernentin.

Im Sommer wechseln 432 Kinder auf die Gymnasien, 301 auf die Real- , 47 auf die Sekundar- und 631 auf die Gesamtschulen.

Von Simone Theyßen-Speich

Über 130 Kinder mussten noch im vergangenen Jahr an den Gesamtschulen abgelehnt werden. In diesem Jahr sind es nur noch 29 Kinder, die nicht an den vier Solinger Gesamtschulen unterkommen können. Das ist eine gute Nachricht nach Abschluss der diesjährigen Schulanmeldung für die 1366 Viertklässler. Das bedeutet aber nicht, dass in dieser Schulform jedes Kind ab Sommer auch seine Wunschschule besuchen wird.

Standpunkt von Simone Theyßen-Speich

Denn nach wie vor gibt es Unterschiede bei den Anmeldezahlen an den einzelnen Schulen. Die Walder Friedrich-Albert-Lange-Schule hat mit 229 Anmeldungen wieder deutlich mehr Interessenten als Plätze. 174 Kinder können in den sechs Klassen – vier Regel- und zwei Sportklassen – angenommen werden. Auch an der Alexander-Coppel-Gesamtschule bedeuteten die 178 Anmeldungen mehr Nachfrage als das Platzangebot. 162 Kinder (mit inklusiv beschulten Schülern) werden angenommen. Fast eine Punktlandung gab es an der vierzügigen Gesamtschule Höhscheid. Dort gab es 112 Interessenten bei 108 Plätzen. Hingegen hatte die sechszügige Geschwister-Scholl-Schule weniger Anmeldungen (112) als Plätze (162).

In Gesprächen mit Eltern andere Schule empfohlen

In Koordinierungsgesprächen zwischen den Schulleitern und der Schulverwaltung konnte erreicht werden, dass Kinder, die beispielsweise in Wald abgelehnt werden mussten, in Ohligs aufgenommen werden. „Jede Ablehnung ist für die betroffene Familie schlimm. Aber wir konnten 46 Kinder, die einen Zweitwunsch angegeben hatten, nach Gesprächen mit den Eltern erfolgreich weitervermitteln“, erklärt Andreas Tempel, Leiter der Alexander-Coppel-Gesamtschule und Sprecher dieser Schulform.

Einen Rückgang gab es in diesem Jahr an der Sekundarschule, die ihren vierten Jahrgang bildet. Nach der ersten Woche gab es hier nur 25 Kinder, acht kamen durch die Koordinierungsgespräche hinzu. Nach den Anmeldungen in dieser Woche werden jetzt 47 Kinder zwei Klassen an der Schule bilden. Drei Züge waren es im vergangenen Jahr.

Nachdem das Anmeldeverfahren an den Gesamtschulen vor zwei Wochen abgeschlossen war, konnten Eltern gestern und heute ihre Kinder noch in den anderen Schulformen anmelden. „Das Verfahren mit einer zweiten Anmeldemöglichkeit hat sich bewährt“, resümiert Peter Wirtz vom Schulleiter-Sprecherrat. „Es ist wichtig, dass die Chancen, angenommen zu werden, für alle Kinder gleich sind.“

„Bei uns gab es in dieser Woche allerdings keine weitere Anmeldung mehr“, schildert Klaus Blasberg, Leiter des Gymnasiums Schwertstraße. Seine Schule nimmt 140 Kinder auf, aus denen fünf Klassen, davon zwei bilinguale, gebildet werden können. „Die Eltern wissen, was sie wollen“, freut sich der Schulleiter.

Über gut informierte Eltern freute sich auch Andreas Tempel, an der Alexander-Coppel-Gesamtschule. „Mittlerweile haben wir hier die ersten Eltern, die selbst als Kinder unsere Schule besucht haben“, beschreibt er die Tradition der ältesten Solinger Gesamtschule.

ANMELDEZAHLEN

GYMNASIEN August-Dicke-Schule:106 Anmeldungen (2015: 94), Humboldtgymnasium: 98 Anmeldungen (2015: 143), Gymnasium Schwertstraße: 140 Anmeldungen (2015: 148), Gymnasium Vogelsang: 88 Anmeldungen (2015: 78) 

REALSCHULEN: Albert-Schweitzer-Schule: 110 Anmeldungen (2015: 106), Theodor-Heuss-Schule: 106 Anmeldungen (2015: 111), Realschule Vogelsang: 85 Anmeldungen (2015: 93) 

GESAMTSCHULEN: GS Wald: 229 Anmeldungen (2015: 259), GS Solingen: 178 Anmeldungen (2015: 233), GS Ohligs: 112 Anmeldungen (2015: 150), GS Höhscheid: 112 Anmeldungen (2015: 112) 

SEKUNDARSCHULE: 47 Anmeldungen (2015: 94 nach Koordinierung) Die Gesamt-Anmeldezahl ist wegen der Zweit-Anmeldungen größer als die Zahl der Kinder.

Das Humboldtgymnasium wird mit 95 Anmeldungen vierzügig sein, ebenso die August-Dicke-Schule mit 106 Kindern. Das Gymnasium Vogelsang wird mit 87 Schülern voraussichtlich dreizügig werden. „Allerdings muss noch geschaut werden, ob bei den Gymnasien ein Ausgleich unter den Schulen stattfinden muss, oder ob Überhangklassen gebildet werden können“, betont die neue Schuldezernen-tin Dagmar Becker (Grüne).  Auf hohem Niveau gefestigt haben sich auch die Solinger Realschulen. In dieser Schulform werden voraussichtlich vier Züge an der Albert-Schweitzer-Schule und der Theodor-Heuss-Schule sowie drei Züge an der Realschule Vogelsang gebildet.

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