Polizei

Fast 6000 Besucher beim Blaulichttag

Eine gute Mischung: Beim Blaulichtfest der Polizei-Inspektion an der Kölner Straße gab es viele Aktionen zum Mitmachen, aber auch zahlreiche Informationsstände. Tausende Besucher kamen.
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Eine gute Mischung: Beim Blaulichtfest der Polizei-Inspektion an der Kölner Straße gab es viele Aktionen zum Mitmachen, aber auch zahlreiche Informationsstände. Tausende Besucher kamen.

Rund um die Polizei-Inspektion gab es viel zu bestaunen und zu testen. Höhepunkte: ein Wasserwerfer und ein Überschlagssimulator.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Schnell hatte sich am „Wasserwerfer 10 000“ eine lange Schlange gebildet: Einmal einen Blick in das Innere eines solchen blauen Ungetüms werfen zu können, stand hoch im Kurs der vielen Besucher des Blaulichttages. Der Arbeitsplatz des „Kommandanten“, dem Verantwortlichen der bis zu fünfköpfigen Besatzung im Wagen, ist ein regelrechtes Cockpit: Bildschirme, die die Lage draußen übertragen, sind die Grundlage für seine Entscheidungen. Zwei „Werfer“, ein Fahrer und ein Beifahrer, arbeiten bei den Einsätzen zusammen.

Auf dem Fest schlüpfte die (möglicherweise) künftige Generation von Polizei-Beamten schon einmal in die Rolle der Gesetzeshüter. Großen Andrang gab es unter anderem am „Wasserwerfer 10 000“.

Crew-Mitglied Sebastian Sievers beantwortete geduldig die zahlreichen Fragen der Besucher. „Nach der Polizei-Ausbildung ist ein Führerschein der Klasse C nötig. Dann folgen etliche Fortbildungen, bevor man in einem Wasserwerfer arbeiten kann“, erläuterte er. Und als schließlich der Riese langsam die Straße entlangfuhr, um seine Wasserkraft unter Beweis zu stellen, erntete er viele ehrfürchtige Blicke und auch glänzende Augen bei Klein und Groß.

Oldtimer und historische Uniformen wurden bewundert

Rund um die Solinger Polizei-Inspektion an der Kölner Straße gab es am Sonntag großen Andrang. Begleitet von musikalischen Klängen der eigenen Brass-Band und des Polizei-Chors unter Leitung von Artur Rivo schlenderten Tausende an den verschiedenen Ständen entlang – die Polizei geht von bis zu 6000 Besuchern aus. Hier galt es, Oldtimer zu bewundern wie etwa eine echte „Grüne Minna“: einen „Opel Blitz“ von 1948, der genauso viele Blicke auf sich zog wie der grün-weiße VW-Käfer von 1973 mit dem Blaulicht-Käppchen auf dem abgerundeten Dach.

Robert Hall, Chef der Solinger Polizei-Inspektion, nutzte die Gelegenheit, Besuchern Einblicke in die Arbeit der Polizei zu geben. Dazu gehörte auch eine Besichtigung der Ausnüchterungszellen.

Direkt daneben wurden Schaufensterpuppen in historischen Uniformen präsentiert, an die sich so mancher der Besucher noch gut – und ein bisschen wehmütig – erinnerte. Aber auch die aktuellen, zum Teil kuriosen, Fahrzeuge der Polizei waren zu sehen. Zum Beispiel der elektrische Renault Twizy oder der Mini Cooper, hinter deren Steuer die potenzielle künftige Beamtengeneration Platz nahm, um sich in mögliche Einsätze hineinzuversetzen.

Gemeinsam mit Kooperationspartnern, zum Beispiel dem Ordnungsamt, der Feuerwehr und der Verkehrswacht Bielefeld, hatten die Solinger „Freunde und Helfer“ ein umfangreiches und vielseitiges Programm auf die Beine gestellt. „Wir möchten Menschen die Gelegenheit geben, mehr Einblick in unsere Arbeit zu bekommen“, sagte Robert Hall, Chef der Solinger Polizei-Inspektion, in seiner Begrüßung. „Dazu gehören die Abläufe wie auch die zur Verfügung stehende Technik.“

Gemeinsam mit der scheidenden Polizeipräsidentin Birgitta Rademacher – sie wechselt zur Bezirksregierung Düsseldorf – und dem bisherigen „Innenstadt-Polizisten“ Maik Brückmann, der nach Gräfrath wechselt, eröffnete er die Veranstaltung pünktlich um 11 Uhr.

Ein kurzer Rundgang durch die Wache zeigte, wie wenig empfehlenswert ein Zwangs-Aufenthalt in einer der Zellen im Erdgeschoss ist: Sowohl die Ausnüchterungszellen für „hilflose Personen“ als auch die für Inhaftierte, die am nächsten Morgen bei Gericht vorgeführt werden sollen, beklemmen durch ihre sterile Funktionalität. Gut zu reinigende Fliesen rundherum, ein Metall-WC und eine blaue Matte verbergen sich hinter den schweren Türen mit der vielzitierten Klappe, um Mahlzeiten zu verabreichen.

Freiwillige wurden samt Fahrzeug einmal auf den Kopf gedreht

Wie wichtig es ist, sich richtig anzuschnallen, konnten Interessierte im Selbsttest sowohl beim Gurtschlitten als auch im Überschlagssimulator der Verkehrswacht Bielefeld erfahren. Dazu gehöre, dass man im Winter schon mal die Jacke aufmachen müsse, damit der untere Gurt wirklich stramm sitze. Sonst richte der bei einem Unfall ausgelöste Airbag richtig viel Schaden an, erfuhr Miriam Schneider.

PARTNER

INFOSTÄNDE Ebenfalls vor Ort waren viele Informationsstände, zum Beispiel zur Seniorensicherheit, zur Kriminalprävention und vom „Weißen Ring“, dem Verein für Opferschutzberatung. Auch „Cop Care“, eine Hilfs-Vereinigung für Polizisten, die Gewaltopfer geworden sind, war vor Ort.

Blaulichttag der Polizei

 © Uli Preuss
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Die 25-Jährige hatte sich mutig auf dem Fahrersitz des Autos im Simulator niedergelassen und ließ sich konsequent samt Fahrzeug einmal auf dem Kopf drehen. „Ein blödes Gefühl; wahrscheinlich kommt im entscheidenden Moment alles darauf an, nicht in Panik zu verfallen“, sagte sie, nachdem sie sich mit Hilfe und zur Seite abrollend aus dem Fahrzeug befreit hatte.

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