Farbenfrohe Fensterkunst belebt das Theater und Konzerthaus

Silke Widenka vor einem ihrer mit Fingerfarben bemalten Fenster im Theater und Konzerthaus. Foto: Christian Beier

Vier Bilder der Solinger Künstlerin Silke Widenka begleiten die Spielpause und die neue Saison

Von Jutta Schreiber-Lenz

Drei Fenster sind schon fertig, das vierte ist in Arbeit: Seit knapp zwei Wochen hat Silke Widenka, eine Solinger Künstlerin mit eigenem Atelier in den Südpark-Güterhallen, ihren Arbeitsplatz in die Foyers des Theaters und Konzerthauses verlegt. Mit Fingerfarben sind großflächige Bilder auf den Glasscheiben entstanden, die Blicke auf sich ziehen und durch ihre intensive Farbigkeit fröhliche Akzente setzen.

Genau das war der Plan: „Wir wollten die Tristesse der seit März, nur mit einer kurzen Unterbrechung vor den Sommerferien, verlassenen Kulturstätte brechen“, sagt Dr. Vera Franke vom Kulturmanagement. Entstanden sei die Idee bei einer Dienstbesprechung und dem Bericht einer Kollegin über deren malenden Enkel, die zu Hause Fenster gestalten durften.

„Die Hoffnung, durch die großen bunten Flächen einen Blickpunkt zu schaffen, der vorüberfahrenden Autos auffällt, hat sich leider nicht bestätigt“, räumt sie ein. „Das Glas spiegelt zu sehr, nur die hellen Gelbtöne kommen 1:1 draußen an.“ Allein schon deshalb und weil die Wirkung innen – für Foyer-Besucher – nämlich eine außerordentlich positive ist, bleiben die Kunstwerke nun länger erhalten als zunächst gedacht: Statt sie mit Beginn der neuen Saison im September wieder zu entfernen, sollen sich die Besucher der Veranstaltungen noch ein Weilchen daran erfreuen.

Wie kam nun Silke Widenka ins Spiel? „Wir haben einen Solinger Maler oder eine Malerin gesucht, deren Art und Stil mit Fenstermalerei kompatibel sein könnte“, erläuterte Vera Franke. Ihre Wahl entpuppte sich eindeutig als richtig, „obwohl ich zuvor weder mit Finger noch auf Glas gearbeitet habe und auch noch nie dermaßen großflächig, dass ich beim Malen eine Leiter brauchte, habe ich mich schnell mit dem Projekt wohlgefühlt. Und es wurde ganz schnell meins“, sagt Widenka lächelnd. „Ich habe viel gelernt, etwa über die verblüffend faszinierende Leuchtkraft dieser Farben und dass man sie sehr schnell auftragen muss, weil sie irre flott trocknen.“

Original-Bilder aus eigenem Bestand haben Pate gestanden, sind aber als Fensterkunst zu ganz eigenständigen Werken geworden.

Zwei der bemalten Fenster schmücken nun das Foyer vor dem Pina-Bausch-Saal, zwei das vor dem Großen Konzertsaal. „Die Auswahl der Motive habe ich ein bisschen an die bereits existierenden Kunstwerke angepasst damit sie mit dem großflächigen Bild vor Kopf und dem Wandteppich auf der anderen Seite harmonieren“, erklärt Silke Widenka. Dr Franke und ihre Kollegen sind jedenfalls froh über diese farbenfrohe Belebung des großen Kulturhauses.

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