Hasseldelle

Familientragödie in Solingen: Beschuldigte schweigt weiter

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Mitarbeiter der Kriminaltechnischen Untersuchung sicherten stundenlang Spuren in der Wohnung an der Hasselstraße.

Im Fall der 27-jährigen Mutter, die beschuldigt wird, Anfang September fünf ihrer sechs Kinder in ihrer Wohnung im Solinger Stadtteil Hasseldelle getötet zu haben, gibt es noch immer keine neue Entwicklung.

Solingen. Die mutmaßliche Täterin hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert, auch die Ergebnisse eines toxikologischen Gutachtens lägen noch nicht vor, teilt Heribert Kaune-Gebhardt von der Staatsanwaltschaft Wuppertal auf Nachfrage mit. Offen sind etwa die Fragen, was genau den Erstickungstod der Kinder herbeigeführt hat und welche Substanzen in dem Medikament enthalten waren, das die Beschuldigte ihren Kindern verabreicht haben soll. -KDow-

Artikel vom 19.9.2020

Familientragödie in Solingen: Beschuldigte schweigt

Der 27-jährigen Mutter wird vorgeworfen, fünf ihrer sechs Kinder in einer Wohnung in der Hasseldelle getötet zu haben.

Solingen. „Den Umständen entsprechend gut“ gehe es der 27-jährigen Mutter, die im Verdacht steht, in der Wohnung der Familie im Stadtteil Hasseldelle fünf ihrer sechs Kinder getötet zu haben. Das sagt Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt auf ST-Nachfrage. Er ist bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal für Kapitaldelikte zuständig. „Ihr gesundheitlicher Zustand ist soweit stabil, allerdings hat sie sich noch nicht zu den Vorwürfen eingelassen.“ 

Die Solingerin hatte nach der mutmaßlichen Tat, die am 3. September ans Licht gekommen war, versucht, sich selbst das Leben zu nehmen, indem sie sich am Düsseldorfer Hauptbahnhof vor einen Zug warf. Daraufhin wurde sie zunächst in Düsseldorf im Krankenhaus behandelt und inzwischen ins Justizvollzugskrankenhaus in Fröndenberg/Ruhr verlegt. Dort wird sie weiter behandelt. 

Noch immer stehen die Ergebnisse des toxikologischen Gutachtens aus, das die Ermittler in Auftrag gaben. „Die Auswertung könnte auch noch einige Wochen in Anspruch nehmen“, so Kaune-Gebhardt. Die Mutter hatte ihre Kinder mutmaßlich vor der Tat sediert, die Ermittler fanden außerdem Hinweise auf Ersticken. Zu der genauen Vorgehensweise der Tatverdächtigen könne man aber noch immer keine Angaben machen. KDow

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