Bergische Symphoniker

Familienkonzert gibt ein Gefühl von Büllerbü

Ralph Erdenberger schlüpft am Sonntag in die Rolle des Erzählers. Die Geschichte ist ihm bestens vertraut.
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Ralph Erdenberger schlüpft am Sonntag in die Rolle des Erzählers. Die Geschichte ist ihm bestens vertraut.

„Nils Holgersson – Abenteuer in Schweden“ Freitagnachmittag in der Ohligser Festhalle.

Von Gunnar Freudenberg

Solingen. Am 21. Oktober können sich große und kleine Zuschauer und -hörer in der Ohligser Festhalle mit einem kleinen Bauernjungen und einer Gans auf eine spannende Reise begeben. „Nils Holgersson – Abenteuer in Schweden“ heißt das Familienkonzert der Bergischen Symphoniker, das um 16 Uhr aufgeführt wird und zum Träumen einlädt.

Am Pult steht der junge Dirigent Clemens Mohr. Komponist des Stücks, in dem der freche Bauernjunge Nils wegen eines Streiches von einem Wichtel in einen winzigen Däumling verwandelt wird, ist Andreas N. Tarkmann. Zusammen mit Autor und Regisseur Jörg Schade hat der 66-Jährige schon viele Werke für unterschiedliche Kindergeschichten komponiert – etwa „Die kleine Meerjungfrau“, „Zwerg Nase“ oder „Krach mit Bach“.

Nun also Nils Holgersson. Die weltberühmte Geschichte der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf – vielen auch als Zeichentrickserie bekannt – biete viel Raum für Musik, sagt Tarkmann, dem es gelang, schwedische Volksmusik kunstvoll in das Stück zu integrieren. „Viele schwedische Volkslieder haben wunderschöne Melodien“, sagt der Komponist. Er verspricht, dass sich bei den Zuhörern ein echtes „Bullerbü-Gefühl“ einstellen wird. Im Frühjahr wurde das Stück von den Duisburger Philharmonikern uraufgeführt.

Seine Musik sei nicht anstrengend, sagt Tarkmann. „Für Kinder, die zum ersten Mal ein Orchesterkonzert besuchen, soll es ein positives Erlebnis werden. Die Musik ist anspruchsvoll komponiert, aber sie soll zum Träumen einladen, Bilder vermitteln und schön klingen.“

Für ein harmonisches Zusammenspiel von Text und Musik sorgt auch Radiomoderator und Hörspiel-Produzent Ralph Erdenberger, der am Sonntag die Rolle des Erzählers einnehmen wird. Für den 52-Jährigen ein Herzensprojekt. „Das Buch stand schon im Bücherregal meiner Oma. Es ist eine Geschichte, die unsere Familie über Generationen begleitet.“

Anderen Familien könne er nur empfehlen, am Sonntag mal ins Theater statt ins Kino zu gehen. „Alles, was passiert, passiert live. Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Menschen formt sich Klang zu einer Geschichte. Das ist für Klein und Groß eine körperliche Erfahrung, die man vor dem Fernseher oder der Kinoleinwand so nicht erlebt.“

Samstag, 22. Oktober, 16 Uhr, Festhalle Ohligs, ab sechs Jahren; Eintritt: 13 Euro, Jugendticket: 6,50 Euro (evtl. plus Gebühr).

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