Im Mumms

Familie von Franz Schwarz gibt „Letzte Runde“ aus

Rund 200 Gäste und Weggefährten von Mumms-Wirt Franz-Werner Schwarz kamen zur „Letzten Runde“.
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Rund 200 Gäste und Weggefährten von Mumms-Wirt Franz-Werner Schwarz kamen zur „Letzten Runde“.

Gäste gedachten im Mumms des gestorbenen Wirtes.

Von Philipp Müller

Solingen. Rund 200 aktuelle und frühere Stammgäste waren am Sonntagmittag vor und in die Gaststätte Mumms an der Mummstraße gekommen. Sie folgten dem Wunsch der Familie des gestorbenen Wirts Franz-Werner Schwarz, seiner mit einer „Letzten Runde“ zu gedenken. Der 85-jährige Gründer der Kult–Kneipe war Ende vorvergangener Woche friedlich gestorben.

Bei Pils, Kölsch und Alt drehten sich die Gespräche vor allem um die Erinnerungen an den Gründer des Mumms. 1967 war es eine Sensation, eine im Stil eines englischen Pubs eingerichtete Lokalität zu eröffnen. Zusammen mit seiner Frau Sigrid Erika setzte Franz-Werner Schwarz, den alle gerne „Frenner“ nannten, ein Markenzeichen in die Welt. Zahlen mussten Gäste, Freunde und Weggefährten von Franz Schwarz nichts. Stattdessen wurde für das Team des Pflegedienstes gesammelt, das ihn bis zuletzt betreut hatte.

„Das hätte Franz gefallen“, war sich seine Tochter Berita beim Blick ins Mumms sicher. Sie kündigte an, dass die „Letzte Runde“ die einzige öffentliche Veranstaltung nach dem Tod ihres Vaters sein werde. Die Beerdigung werden die Familie in kleinem Kreis durchführen und so dann auch selbst Abschied nehmen.

„Danke Franz, dass Du das Mumms erfunden hast.“

Eintrag im Kondolenzbuch

Die Spendendose stand neben einem Foto von Franz-Werner Schwarz mit seinem für ihn typischen Lächeln nebst kleinem Traugesteck im Mumms. Zudem lagen Kondolenzbücher aus. In diese trugen sich viele Gäste ein. In den Gesprächen war oft zu hören, welche Bedeutung das Mumms und Franz-Werner Schwarz für die Gäste hatten. Olaf Kettenbach war nicht nur Gast, er arbeitete auch lange für die Familie. „Franz war ein ganz wichtiger Mensch in meinem Leben“, bekannte er traurig.

Solche Bedeutung maßen auch die „Frenner“ bei, die sich ins Buch eintrugen. Doch da war auch der Stellenwert der Gaststätte, der gewürdigt wurde. Sie war Treffpunkt für die jungen Menschen in Solingen, sie war der Kommunikationsort und zu der Zeit, als Gaststätten in der Freizeitgestaltung noch eine viel höhere Bedeutung als heute hatten, für viele Menschen in Solingen ein absolutes Muss. Auch darum drehten sich viele der Gespräche auf der Terrasse des Lokals. Kurz und knapp war das im Trauerbuch zusammengefasst so zu lesen: „Danke Franz, dass Du das Mumms erfunden hast.“

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