Der Fallhammer ist unseren Lesern vertraut

Der Fallhammer steht im Hof der Gesenkschmiede Hendrichs an der Merscheider Straße.
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Der Fallhammer steht im Hof der Gesenkschmiede Hendrichs an der Merscheider Straße.

Sigrid Speck gewinnt den Bildband in unserer letzten Sommerrätsel-Folge

-KS- Heute beginnt die Schule wieder und mit dem Ende der großen Ferien endet unser ST-Sommerrätsel 2020. Auch bei der letzten Ausgabe gab es viele Einsendungen mit richtigen Lösungen. Gewinnerin des sechsten Bildbandes ist ST-Leserin Sigrid Beck. Herzlichen Glückwunsch! Der Fotoband erschien im Wartberg-Verlag und wurde von ST-Fotoredakteur Christian Beier und Chefredakteur Stefan M. Kob gestaltet.

Gesucht war dieses Mal der Fallhammer, der im Hof der Gesenkschmiede Hendrichs in Merscheid steht. Mit viel Fachwissen beschreibt ST-Leserin Regina Mengel das alte Werkzeug, das Industriegeschichte widerspiegelt. Einen Schmiedehammer, dessen Kopf – im Fachjargon: Bär – sich nur durch die Wirkung der Gravitation nach unten bewegt, nennt man Fallhammer, erklärt sie in ihrer Mail ans ST.

Bei dem gezeigten Brettfallhammer sei im Bär über eine Keilverbindung ein Brett befestigt. Der Bär werde dadurch angehoben, so „dass sich zwei sich drehende Treibräder – vermutlich über die Transmission angetrieben – im Hammerkopf gegen das Brett drücken und das Brett samt Bär noch oben bewegen.“ Dass sich Regina Mengel so gut auskennt, liegt sicher auch daran, dass ihr Opa Gesenkschmied bei der Firma Gebr. Hartkopf an der Bismarckstraße war. „Er legte den Stahlrohling auf das untere Gesenk und per Handhebel löste er den Hammer, der dann mit Wucht auf den Rohling fiel und ihn formte“, erinnert sich Regina Mengel. Manchmal durfte sie als „Dötzken“ dem Opa das Mittagessen im Henkelmann bringen. Ihn vom Tor aus zu rufen, sei allerdings zwecklos gewesen, „so laut waren die herabknallenden Hämmer“. Der Pförtner brachte ihrem Opa das Essen, „und ich bekam von ihm ein Bonbon“. Ihr Großvater sei durch den Lärm immer schwerhöriger geworden, schreibt Regina Mengel weiter von Zeiten, in denen Lärmschutz noch ein Fremdwort war. Auch geschahen viele Unfälle, wenn der Schläger – so nannte man die Arbeiter – den Hammer zu schnell löste, noch bevor er den Rohling sicher positioniert hatte. Und wer zu viel „Schrott schlug“ wurde entlassen.

Für ST-Leserin Elke Steinhaus gehört der Fallhammer –der, wie sie weiß, „bis 1996 in Frankreich in Betrieb war“ – zu den Attraktionen der Stadt. „Das Museum zeigen wir immer gerne unserem Besuch von auswärts.“

Bleibt nur noch ein Dankeschön allen Lesern, die sich in den Sommerferien an unserem Rätselspaß beteiligt haben.

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