Auszeichnung für Projekt

Faire Hauptstadt: Solingen gewinnt Sonderpreis

Engagierte verfolgten den Livestream im Zentrum Frieden gemeinsam – später gab es Grund zum Jubeln. Foto: Tim Oelbermann
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Engagierte verfolgten den Livestream im Zentrum Frieden gemeinsam – später gab es Grund zum Jubeln.

Beim bundesweiteren Wettbewerb überzeugt das Projekt Junge Expertise für nachhaltige kommunale Entwicklung.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Solingen hat mit dem Projekt „Junge Expertise für nachhaltige Entwicklung“ beim Wettbewerb zur Fairen Hauptstadt Deutschlands einen von fünf Sonderpreisen gewonnen. Ariane Bischoff, Leiterin des Stabs Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Büro des Oberbürgermeisters, konnte am Ort der Preisverleihung, im oberpfälzischen Neumarkt, den mit 10 000 Euro dotierten Preis entgegennehmen.

Solingen war in einem Bewerberfeld von 118 Städten, Gemeinden und Landkreisen aus allen Bundesländern ins Finale der zehn besten Kommunen im Wettbewerb um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels 2021“ vorgedrungen. Ein schöner Erfolg, wie Sophie Thieves-Kurenbach, ebenfalls vom für Stab Nachhaltigkeit und Klimaschutz, betonte. „Zumal wir in diesem Jahr das erste Mal unseren Hut in diesen Ring geworfen haben.“ Natürlich habe man auf einen Preis für das eingereichte Gesamtprojekt zum Thema gehofft. Das Projekt umfasst das zwölf Aspekte: von der Gläsernen Werkstatt und dem Thema Textilien bis zum Beirat Nachhaltige Kommune. Aber die Freude über die Würdigung der „Jungen Expertise“ mit einem von insgesamt fünf Sonderpreisen überwog bei der Zusammenkunft im Zentrum Frieden, wo die Fairtrade-Town-Steuerungsgruppe der Stadt gemeinsam unter Einhaltung der 3G-Regeln vor dem Livestream der Preisverleihung saß.

Solingen: „Junge Expertise“ vernetzt Nachhaltigkeit länderübergreifend

Das Ziel der „Jungen Expertise für nachhaltige kommunale Entwicklung“ ist die Bildung eines Ländernetzwerks für junge Leute zum Thema Nachhaltigkeit. Es ist ein sich ständig weiterentwickelndes und wachsendes Projekt.

Fairer Handel und faire Handelsbeziehungen sind seit 2016 Themen der Teilnehmenden aus Jinotega/Nicaragua, San Lorenzo/Honduras und der Klingenstadt. Inzwischen reicht die Vernetzung sogar noch weiter: nach Galizien in Spanien, in die belgische Hauptstadt Brüssel und ins südamerikanische El Salvador.

Handwerkszeug dieses Netzwerks sind Workshops und Konferenzen sowie eine mehrsprachige webbasierte Wissensplattform.

Federführend vom Verein„Städtefreundschaft mit Jinotega begleitet, fand 2016 in Jinotega eine erste „Campamenta“, eine Zusammenkunft, statt, zu der auch Mitglieder der Solinger Stadtverwaltung reisten. In den darauffolgenden Jahren gab es Folgeveranstaltungen, die indes durch die ungünstige politische Entwicklung in Nicaragua nicht mehr in Jinotega stattfinden konnten.

Zwischenzeitlich ausgebremst durch die Corona-Pandemie, die die Aktivitäten und den Kontakt ausschließlich ins Internet verbannte, soll es nun Ende Oktober oder Anfang November in Solingen ein internationales Treffen des Netzwerks geben.

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