Standortfrage

Fahrradständer in Ohligs: Aus eins mach zwei

Auf die Hälfte verkleinert ist der Fahrradständer an der Emscherstraße sinnvoll. Die zweite Hälfte versieht auch ihren Dienst. Foto: Michael Schütz
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Auf die Hälfte verkleinert ist der Fahrradständer an der Emscherstraße sinnvoll. Die zweite Hälfte versieht auch ihren Dienst.

Geschäft an der Emscherstraße wird nicht mehr blockiert.

Von Philipp Müller

Solingen. Irgendwann in den Tagen nach St. Martin wurde eine Entscheidung ganz in dessen Sinne getroffen. Geteilt wurde aber kein Mantel. Geteilt wurde ein Fahrradständer, der jetzt zur einen Hälfte an der Emscherstraße steht und zu anderen ein paar Meter weiter in einer Parkbucht vor dem Bistro Büro. Die Metallkonstruktion stand ursprünglich an der Grünstraße vor der Sparkasse und wurde vom Verein Ohligser Jongens gestiftet, die damit den Stadtkern von Ohligs für Radfahrer aufwerten wollen.

Doch dem Teilen des Fahrradständers war eine Geschichte mit kurzer Aufregung vorausgegangen. Ende September entdeckte Oliver Mühlen das Gestell vor seinem Tattoostudio „Bunte Haut“ an der Emscherstraße. Es blockiere seinen Eingang, außerdem kämen – parkten wirklich Fahrräder dort – auch keine Mütter mit Kinderwagen oder gar Rollstuhlfahrer mehr vorbei. Kurz, Mühlen war sauer.

Das hatten auch Michael Morsbach von den Ohligser Jongens und der damalige Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) mitbekommen. Es gab einen Ortstermin, Besserung wurde nicht nur in Aussicht gestellt, sondern versprochen. Das Rathaus bemühte sich, schnell eine Lösung zu finden, und sagte eine umgehende Prüfung der Sachlage durch die zuständigen Technischen Betriebe der Stadt zu.

Warum der Ständer aber von der Grünstraße entfernt wurde, ist heute noch unklar. Klar ist jedoch, dass die Parkhilfe für die Drahtesel vor Mühlens Geschäft geteilt wurde und jetzt nicht mehr stört. Entsprechend zufrieden zeigte sich der Tätowierer: Eine Stadtplanerin sei vor Ort gewesen und habe die Lösung diskutiert. Auch der angeschriebene Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) habe freundlichst durch sein Büro antworten lassen.

Mühlens Fazit: „Es wurde auf meine Kritik eingegangen, und auch Alex und Franzi vom New Orleans (Gaststätte in der Nachbarschaft, die Redaktion) wurden erhört. Ich fühle mich in dieser Situation als mündiger Bürger verstanden und ernst genommen. Das ist doch genau das, was unsere Politik erreichen sollte.“

Das Thema Fahrradständer wird die Ohligser auch weiterhin beschäftigen. Denn bei der geplanten Sanierung der Düsseldorfer Straße steht die Mobilität mit auf der Tagesordnung. Da spielen Fahrräder eine wichtige Rolle. So bietet die Ohligser Immobilien- und Standortgemeinschaft bereits den Service eines Lastenfahrrads an, das über einen Fahrradhändler gemietet werden kann.

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