Corona-Krise

Fahrradhändler in Solingen erleben Kundenansturm

Clemens und Regine Biernath haben in ihrem Zweiradladen derzeit viel zu tun. Archivfoto: Michael Schütz
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Clemens und Regine Biernath haben in ihrem Zweiradladen derzeit viel zu tun.

Bau- und Ersatzteile fehlen – dadurch kommt es zu Engpässen.

Von Katharina Birkenbeul

Solingen. Das gute Wetter und die wenigen Freizeitmöglichkeiten verleiten den einen oder anderen dazu, sein altes Fahrrad aus dem Keller zu holen oder – wenn das nicht mehr ausreicht – ein Neues zu kaufen. Doch das ist zur Zeit nicht immer ganz einfach. Denn es kommt zu Lieferengpässen an die Fahrradhändler im Bergischen. „Aufgrund fehlender Teile können Fahrräder nicht geliefert werden“, erklärt Regine Biernath, Inhaberin des gleichnamigen Zweiradladens in Ohligs.

Und genau das wird durch das gestiegene Interesse der Kunden an Fahrrädern zum Problem. „Nach den fünf Wochen, in denen wir geschlossen hatten, haben die Kunden Nachholbedarf“, meint Biernath. Neben dem Kauf von neuen Rädern stünde auch das Reparieren von älteren Modellen bei den Solingern ganz oben auf der To-Do-Liste in der Corona-Krise. Deshalb haben auch die Werkstätten ein hohes Kundenaufkommen. Doch auch hier fehlen Ersatzteile, um die Zweiräder zu reparieren, so Biernath. „50 000 Räder konnten nicht gebaut werden, wegen des Stillstands in den Werkstätten der Zulieferer.“ Die Produktionen wieder hochzufahren dauere.

Solingen: Zum Fahrradkauf sollte man zurzeit viel Zeit mitbringen

Auch bei Radsport Evertz sieht die Lage ähnlich aus. „Wir haben reichlich Ansturm“, sagt Inhaber Robert Evertz. Er erklärt sich das durch das schöne Wetter und den ausgefallenen Osterurlaub – „die Leute haben mehr Geld, um sich ein gutes Fahrrad zu kaufen“. Auch er habe mit den Engpässen der Zulieferer zu kämpfen, denn sobald ein Teil fehle, könne das ganze Rad nicht gebaut oder repariert werden. „Ab Juli sollte es wieder normal laufen“, hofft der Ladeninhaber.

Sowohl Regine Biernath als auch Robert Evertz sind sich einig: Zum Radkauf sollte man momentan viel Zeit mitbringen. Denn zusätzlich zu dem Ansturm müsse das Fahrrad zu einem passen. Das herauszufinden, funktioniere nicht auf die Schnelle. „Das hängt von der Nutzung des Fahrrads und dem Körperbau der Personen ab“, erklärt Evertz.

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Gerade im Bergischen Land mit seinen vielen hügeligen Strecken sind Fahrräder mit elektrischem Antrieb gefragt. Inzwischen ist im Verkauf jedes dritte Rad ein E-Bike.

Gerade in der Corona-Krise steigen viele auf das Fahrrad um. Der ADFC drängt auf Maßnahmen für den Radverkehr.

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