Experten diskutieren die smarte Stadt der Zukunft

Wie kann „Smart City“ das Leben in Solingen verbessern?

Dirk Wagner ist bei der Stadt zuständig für die Digitalisierung. Er möchte die Smart City nicht rein technisch verwirklichen. Archivfoto: Ulli Preuss
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Dirk Wagner ist bei der Stadt zuständig für die Digitalisierung. Er möchte die Smart City nicht rein technisch verwirklichen.

In den nächsten Tagen werden in allen Stadtteilen digitale Stelen aufgestellt. Darauf finden die Bürger Infos aus ihrem Stadtteil.

Von Holger Hoeck

Solingen. Die Digitalisierung schreitet voran und macht vor Bereichen der Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft nicht Halt. Als eines der vom Bund unterstützten Modellprojekte im Programm Smart City stellt sich Solingen seit 2018 dem digitalen Wandel und sucht nach Möglichkeiten, die sich an nachhaltiger Stadtentwicklung und Gemeinwohl orientieren.

Einen Einblick zum Status quo des digitalen Ausbaus der städtischen Infrastruktur gab das Expertengespräch „Smart City? Digitalisierung und Gesellschaft in Solingen“ des katholischen Bildungswerks in Kooperation mit dem DGB Solingen und der Bergischen VHS. Unter der Moderation von Radio-RSG-Chefredakteur Thorsten Kabitz debattierten die aus Freiburg zugeschaltete Informatikerin Prof. Dr. Britta Schinzel, SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz und Dirk Wagner, Chief Digital Officer (CDO) der Stadt.

Es geht nicht um Technik, sondern darum, die Lebensbedingungen der Bürger zu verbessern

„Als Ziel einer Smart City würde ich mich bewusst nicht auf rein technische Dinge berufen. Ich möchte den Fokus eher auf eine Verbesserung der Lebensbedingungen unserer Bürger durch die Möglichkeiten der Digitalisierung setzen“, hob Wagner hervor.

Mir ist wichtig, niemanden dabei zu verlieren.

Iris Preuß-Buchholz zur Smart City

Wichtig sei, die Bürger bei der Umsetzung unbedingt einzubeziehen. „Ich erinnere mich an die erste Version unserer Solingen-App, die sich viel zu wenig an ihren Bedürfnissen orientierte. Dann wählten wir einen deutlich partizipativeren Ansatz und haben durch Rückmeldungen die letztlich aktuelle Fassung entwickelt.“

Auch für Preuß-Buchholz stehen die Bürger im Mittelpunkt aller Pläne. „Smart City beinhaltet zweifellos gute Chancen für unsere Stadt und ihre Menschen. Mir ist jedoch wichtig, niemanden dabei zu verlieren, denn natürlich gibt es genug Leute, die mit den neuen technischen Möglichkeiten nicht umgehen oder sie sich nicht leisten können. Auch sie müssen sich mit gleichen Voraussetzungen einbringen können.“

Dirk Wagner räumte ein, dass man noch ziemlich am Anfang stehe. Doch erste Erfolge zeichnen sich ab. „Die Stelen, die wir in wenigen Tagen in allen Stadtteilen aufstellen werden, können quartiersbezogene Informationen bereitstellen. Das ist schon eine tolle Sache. Aber natürlich sind wir noch lange nicht an dem Punkt, den wir am Ende erreichen wollen. Über allem steht der Anspruch, ein bestmögliches Lebensgefühl für die Solinger schaffen zu wollen.“

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