Bauarbeiten

Eschbach bekommt einen Fischaufstieg

Im Bereich der derzeitigen Behelfsbrücke Mühlendamm in Burg wird ein Fischaufstieg entstehen. Gebaut werden soll ab September.
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Im Bereich der derzeitigen Behelfsbrücke Mühlendamm in Burg wird ein Fischaufstieg entstehen. Gebaut werden soll ab September.

Die Errichtung dient als ökologischer Ausgleich für die Bauarbeiten.

Von Alexandra Dulinski

Solingen. Wenn die Baustelle an der Eschbachstraße in Burg fertiggestellt wird, soll der Eschbach einen Fischaufstieg bekommen. Das teilt Stadtsprecherin Sabine Rische mit.

Der Fischaufstieg sei eine Ausgleichsmaßnahme für die Arbeiten zum Hochwasserschutz am Eschbach, erklärt Susanne Fischer, Pressesprecherin des Wupperverbands. „Solche Bauarbeiten – auch wenn sie einem sehr positiven Zweck dienen – sind ein Eingriff in das Gewässer“, berichtet sie. Daher sei es eine Auflage gewesen, einen ökologischen Ausgleich zu schaffen.

„Wir haben eine ganze Reihe von Wanderfischen, die sonst nicht zu ihren Laichgründen wandern können.“

Dr. Jan Boomers, Biologische Station Mittlere Wupper

Der Fischaufstieg soll im Bereich der derzeitigen Behelfsbrücke Mühlendamm entstehen: „Dort fließt der Eschbach zurzeit noch über eine betonierte Rampe, die im Fachjargon Sohlgleite genannt wird. So überwindet der Bach einen Höhenunterschied von etwa zwei Metern“, erläutert Fischer. Damit dieser Bereich künftig für die GewässerorganismenFische und Kleinstlebewesen – besser durchgängig ist, werde die bisherige Betonsohle vorsichtig abgetragen und danach der Fischaufstieg gebaut. Dieser soll eine Länge von 70 Metern messen. „Er wird nicht die ganze Breite des Eschbachs einnehmen, sondern am rechten Rand des Bachs verlaufen“, erklärt Susanne Fischer. Mit Steinen werde dort ein Gerinne modelliert, so dass der Höhenunterschied überbrückt wird und die Fische leichter flussaufwärts gelangen können.

Die Durchgängigkeit eines Flusses oder Baches sei ein Qualitätsmerkmal gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Deren Ziel sei, alle Oberflächengewässer in Europa naturnah zu gestalten. „Dafür gibt es zahlreiche Kriterien, unter anderem die Gewässerstruktur, also die möglichst natürliche Beschaffenheit des Flussbetts“, sagt Fischer.

Die Bauarbeiten im Bach des Eschbachs können voraussichtlich im September starten und sollen, wenn das Wetter mitspielt, im Dezember abgeschlossen sein.

„Das ist eine absolut richtige und wichtige Maßnahme“, sagt Dr. Jan Boomers, Geschäftsführer der Biologischen Station Mittlere Wupper. „Wir haben eine ganze Reihe von Wanderfischen, wie Lachse, Flussneunaugen und Forellen, die sonst nicht zu ihren Laichgründen wandern können“, erklärt er (| Kasten).

Fische würden sich immer an dem Hauptstrom eines Gewässers orientieren. Daher müsse an einem Fischaufstieg viel Wasser fließen, um den Hauptstrom zu erzeugen. Andere Fischtreppen wie in Müngsten oder am Auer Kotten würden bereits sehr gut funktionieren.

Wanderfische

„Wanderfische wandern flussaufwärts zu ihren Laichgründen. Jungfische müssen wieder flussabwärts schwimmen“, erklärt Dr. Jan Boomers. Ohne Aufstiege könnten die Fische Hindernisse mitunter nicht passieren.

Im Mai war die Eschbachstraße ist zum letzten Mal für Arbeiten am Hochwasserschutz in Unterburg gesperrt.

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