Aktion

Erzählfestival findet erstmals online statt

Bitten am Mittwoch, 12. Mai (19.30 bis 21 Uhr), online zu einem Erzählabend: Maria Carmela Marinelli mit Gitarristin Elettra Bargiacchi (l.). Foto: Marinelli
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Bitten am Mittwoch, 12. Mai (19.30 bis 21 Uhr), online zu einem Erzählabend: Maria Carmela Marinelli mit Gitarristin Elettra Bargiacchi (l.).

Akademie verspricht vom 12. bis 15. Mai einen Mix aus Geschichten und offener Bühne

Von Andreas Weber

1997 rief die Akademie Remscheid das Internationale Erzählfestival ins Leben. Zu einer Zeit, als die Erzählkunst drohte, aus dem Bewusstsein der Deutschen zu verschwinden, setzte die Bildungseinrichtung in Küppelstein einen Akzent, der wie Direktorin Professor Dr. Susanne Keuchel in einer Zoom-Pressekonferenz erinnerte, „aus einer interdisziplinären Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche in der Akademie hervorging“. Zum Erzählen gehöre auch Mimik, Körpersprache und Improvisation, sagte die Akademie-Chefin. All dies vermittelt das mehrtägige Treffen mit Workshops für Fachpublikum und eine breite Öffentlichkeit vom 12. bis zum 15. Mai.

Im Zweijahres-Turnus aufgelegt, ist es nicht mehr aus dem Kalender wegzudenken. Erstmals findet das Festival online statt. Julia Abel und Sascha Pranschke, die Fachbereichsleiter Literatur und Sprache, freuen sich auch ohne das persönliche Miteinander in der Akademie auf einen „Mix aus spannenden Erzählabenden und künstlerisch-handwerklichem Input für Anfänger wie Fortgeschrittene“.

Das Motto heißt „Generationen im Dialog“. Im öffentlichen Programm heißt es an zwei Erzählabenden „Zugehört und Mitgesprochen“.

Erzählwanderung:

Den Auftakt an den Bildschirmen macht am Mittwoch nach den Grußworten zur Eröffnung (16 Uhr) eine digitale Erzählwanderung, zu der Rainer Mensing und weitere Erzähler(innen) für 17 Uhr einladen. Diesmal wird sie im Netz stattfinden und nicht auf dem Erzählpfad, der sonst von Reinshagen bis nach Schloss Burg führt.

„Die Feder und der Spiegel“:

Von 19.30 bis 21 Uhr gibt es am 12. Mai das erste Erzählstück: Maria Carmela Marinelli (Erzählerin) und Elettra Bargiacchi (Gitarristin) zeigen in Deutsch und Italienisch einen Auszug aus ihrer Performance „Die Feder und der Spiegel“. Die humorvolle, autobiografische Liebesgeschichte zwischen Mutter und Tochter verbindet sich mit Reise-Erfahrungen auf dem Weg, das Glück zu finden. Im Anschluss kommen die Zuhörer mit den Künstlerinnen ins Gespräch.

„Käthe 35“: Tags darauf, am 13. Mai (19.30 bis 21 Uhr), begibt sich Britta Wilmsmeier in „Käthe 35“ auf eine Reise zum steinernen Zeugen eines Jahrhunderts voller Geschichte und Geschichten. Vor Jahren stand die Erzählerin vor einem Bild des Fotografen Harf Zimmermann. Auf dem 1986 in Ostberlin aufgenommenen Foto war eine Frau mit einem dicken Hund auf Wilmsmeiers Balkon zu sehen. Wer war diese Frau? Wer hatte in ihrer Wohnung, ihrem Haus gewohnt? Wilmsmeier begann, dort Stein für Stein umzudrehen. „Käthe 35“ wird musikalisch kommentiert von dem Jazz-Saxophonisten Roman Ott. Auch danach wird ein Gespräch mit den Vortragenden möglich sein.

Präsentationen:

Als ein weiteres Highlight kündigt Sascha Pranschke den Abschluss am Samstagmittag (12 bis 14 Uhr) an. Die offene Bühne bietet ein Forum für Präsentationen aus den Workshops und für diejenigen, die selbst etwas erzählen möchten.

Festival-Pass für 20 Euro beinhaltet auch einen Workshop für Einsteiger

Der Festivalpass von 20 Euro beinhaltet neben den genannten öffentlichen Terminen einen Online-Workshop (Samstag, 15. Mai, 10.30 bis 12 Uhr), in dem von Julia Abel Einsteigern Tipps und Tricks für gelungenes Erzählen verraten wird. Für Fachkräfte der Kinder- und Jugendbildung sowie angehende Erzähler bietet das komplette Festival wie gewohnt auch ein zusätzliches Workshop-Programm.

Für die Fortbildung Geschichtenerzählen ist das Festival sogar ein integraler Bestandteil.

Corona, das das Festival schon im Vorjahr zu einer Pause zwang, sorgt dafür, dass eine geplante Kooperation mit dem Teo Otto Theater nicht stattfinden kann. Versäumtes soll in den kommenden Jahren nachgeholt werden. Ob das Festival erst wieder 2023 oder doch schon im kommenden Jahr wieder aufgelegt wird, lassen die Initiatoren noch offen.

Festivalpässe

Wer sich für die vier öffentlichen Veranstaltungen interessiert, kann sich im Internet für 20 Euro einen Festivalpass für alle Tage besorgen:

https://kulturellebildung.de/L245B

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