Akzeptanz fürs Gaming fördern

Erster eSport Club in Solingen gegründet

Vereinsmitglieder, Wirtschaftsförderung und Oberbürgermeister Tim Kurzbach (2. v.l.) informierten über die Gründung. Foto: Bastian Glumm
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Vereinsmitglieder, Wirtschaftsförderung und Oberbürgermeister Tim Kurzbach (2. v.l.) informierten über die Gründung.

Im Gründer- und Technologiezentrum wurde am Montagmorgen der neugegründete eSport Club Solingen vorgestellt.

von Jonah Rohe

Solingen. Er wurde auf Initiative der Wirtschaftsförderung Solingen und in Zusammenarbeit mit lokal verankerten Partnern aus der eSport-Szene ins Leben gerufen.

Für schätzungsweise 40 Millionen Menschen in Deutschland gehören Videospiele zum Alltag dazu. Vor allem für junge Spielerinnen und Spieler ist Gaming viel mehr als nur ein Zeitvertreib. „Wir müssen begreifen, dass die Lebenswelt der jungen Menschen eine digitale ist“, mahnt Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). Es sei wichtig, ohne moralische Bewertung an das Thema heranzutreten.

Deshalb wurde im Rahmen der städtischen Digitalisierungsstrategie an der nachhaltigen Etablierung von eSport-Strukturen in der Klingenstadt gearbeitet. „Nun runden wir das alles mit der Gründung eines eigenen Vereins ab“, so Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen. So soll der eSport in der Stadtlandschaft sichtbarer werden.

Auch für Gerrit Kremer, den ersten Vorsitzenden des Vereins, ist die Gründung mit viel Vorfreude verbunden. „eSport ist mehr als nur ein Spiel.“ Zusammen mit Bernd Unger von Stage5Gaming und Fiona Gundermann, gelernte Game Designerin und Projektmanagerin bei sportsforcharity, leitet Gerrit Kremer den Verein. Auch Kremer selbst ist mit dem Start-up Doppelpass Digital in der Welt des digitalen Sports aktiv.

Vordergründig soll das Vereinsleben, online wie offline, ein Forum für Gaming-Aktivitäten für alle schaffen. Dies spricht explizit nicht nur aktive Spielerinnen und Spieler, sondern auch Eltern und weitere Interessenten an. Dem Verein gehe es auch um die gesellschaftliche Akzeptanz des eSports und Maßnahmen zur Förderung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens der Spielerinnen und Spieler. Auch das soziale Potenzial von Gaming im Bereich Bildung sei nicht zu unterschätzen. Außerdem ist die Gaming-Branche einer der größten Wachstumsmärkte aktuell, erklärt Kremer.

Bereits seit April gibt es regelmäßig stattfindende eSport-Treffen vom Coworkit Solingen. Zukünftig seien im Rahmen der Vereinstätigkeit auch größere eSport-Veranstaltungen vorgesehen, wie Phil Derichs vom Gründer- und Technologiezentrum erklärt. So will man in Solingen für das Thema eSport sensibilisieren und sich überregional in der Branche vernetzen.

www.esport-solingen.de

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