Wirtschaft

Erste Firma baut in Fürkeltrath

Im Gewerbegebiet Fürkeltrath rollen Bagger und Lastwagen. In den kommenden acht Monaten sollen hier Produktionshallen für eine Firma entstehen, die mit Lasertechnik Metallteile zuschneidet. Foto: Tim Oelbermann
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Im Gewerbegebiet Fürkeltrath rollen Bagger und Lastwagen. In den kommenden acht Monaten sollen hier Produktionshallen für eine Firma entstehen, die mit Lasertechnik Metallteile zuschneidet.

Blechcon ist eine Neugründung. Sie startet in dem Gräfrather Gebiet mit 40 Mitarbeitern.

Von Andreas Tews

Der 13-jährige Dornröschenschlaf im Gewerbegebiet Fürkeltrath I ist beendet. Auf dem 3,9 Hektar großen Areal am Autobahnzubringer von Gräfrath zur Autobahn 46 rollen die Bagger. Frank Balkenhol, Chef der städtischen Wirtschaftsförderung, bestätigte, dass das erste Grundstück an einen Investor verkauft worden sei. Die von dem Solinger Frank Wedel neu gegründete Firma Blechcon will dort zunächst 40, mittelfristig bis zu 100 Arbeitsplätze schaffen.

Baurecht besteht in dem Gebiet seit 2006. Es wurde zeitgleich mit den benachbarten Flächen am Piepersberg entwickelt. Dort sind inzwischen alle Grundstücke vergeben. Der Piepersberg wurde von den ansiedlungswilligen Firmen nicht zuletzt wegen der topographischen Lage bevorzugt.

Durch die Bautätigkeiten ist vom vielbefahrenen Roggenkamp aus Leben an der seit Jahren bestehenden Zufahrt in Fürkeltrath zu erkennen. Unter anderem wird auf einer großen Fläche gegraben.

Das Unternehmen will seine Kapazitäten ausbauen

Das Grundstück für Blechcon wird 1,5 Hektar groß sein. Die Firma hat sich auf das Zuschneiden von Blechen und Rohren mit Lasertechnik spezialisiert. Geschäftsführer ist Frank Wedel, der zuvor 25 Jahre bei der unter anderem in Haan ansässigen Firma Amada und bei dem niederländischen Unternehmen Tailor Steel tätig war. Auch dort ist man unter anderem mit Laserschneide-Technik befasst. Geplant seien zunächst Produktionshallen mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern, berichtet Wedel. Für die kommenden fünf bis sechs Jahre plant er, diese Produktionsfläche zu verdoppeln. In der Endausbaustufe wären es 100 Mitarbeiter.

Das Konzept von Blechcon besteht darin, dass man im Auftrag anderer Unternehmen Teile fertigt. Kunden seien solche Unternehmen, die über keine entsprechende Lasertechnik verfügen, erklärt Wedel. Blechcon sei ein reiner Zulieferer in Lohnfertigung. Eine eigene Produktlinie werde man nicht haben. Das Unternehmen existiert bereits seit einiger Zeit. Bisher übernehmen aber Partnerfirmen die Produktion der Metallteile.

Standpunkt von Andreas Tews

Die Lasermaschinen in Fürkeltrath werden laut Wedel zwar automatisiert arbeiten. Dennoch werde es keine menschenleeren Produktionshallen geben. An jeder Maschine werde ein „Operator“ sein. Gearbeitet werde im 24-Stunden-Betrieb. Rund um die Uhr können die Kunden laut Wedel über das Internet auch Bestellungen aufgeben. Sie könnten Produkte aus einem Web-Shop auswählen, möglich seien aber auch individuelle Lösungen.

Wedel, der selbst in Solingen lebt, ist davon überzeugt, dass die Klingenstadt für seine Firma der richtige Standort sei. Dies begründet er unter anderem damit, dass es hier viele Fachkräfte mit Erfahrung in der Metallbranche gebe. Dies sei für ihn wichtig, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Außerdem seien viele Solinger an einen Schichtdienst gewohnt. Den werde es auch bei Blechcon geben.

Dass es sich bei dem neuen Investor quasi um eine Neugründung handelt, freut Wirtschaftsförderer Balkenhol besonders. Dies bedeute, so betont er, dass in Solingen neue Arbeitsplätze entstünden. Zudem ist der der Chef der Wirtschaftsförderung davon überzeugt, dass Wedel „weiß, was er tut“. Ein weiterer positiver Aspekt sei, dass es sich bei der Lasertechnik von Blechcon um ein Gewerbe handele, von dem kaum Lärm oder Luftverschmutzung ausgehe. Dies versichert auch Wedel.

Blechcon selbst tritt in Fürkeltrath nicht selbst als Bauherr auf. Andere Firmen fungieren als direkte Investoren. Das Lasertechnik-Unternehmen mietet am Ende die neu gebauten Hallen. Für Juni 2020 ist laut Wedel geplant, dass das junge Unternehmen seine Produktionsstätte in Betrieb nimmt.

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