Epilepsie bleibt oft lange unentdeckt

Morgen ist der Tag der Epilepsie, der seit 25 Jahren am 5. Oktober begangen wird. Zum Aktionstag macht Prof. Dr. Marcel Dihné, Chefarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik, auf die Erkrankung aufmerksam, die viele Gesichter hat und mit Vorurteilen verbunden ist. „Epilepsien sind chronische Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Das gesamte Gehirn oder einzelne Bereiche sind übermäßig aktiv und geben zu viele elektrische Signale ab“, erläutert Dihné.

Bei den Betroffenen löse das akute Episoden, also epileptische Anfälle aus, die in der Regel nur wenige Minuten dauern und aus dem Nichts kommen. „Dabei verstehen wir unter epileptischen Anfällen körperliche Missempfindungen, Bewusstseinsaussetzer, Verhaltensauffälligkeiten, Zuckungen einzelner Muskeln und in der schlimmsten Form Stürze und Ganzkörperzuckungen.“ Die Erkrankung bleibe oft lange unentdeckt. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, würden im MRT Schichtbilder des Gehirns dargestellt, um Narben oder Strukturveränderung zu erkennen. „Mit einem EEG, dem Elektroenzephalogramm, können wir die Hirnströme messen und damit überaktive Bereiche erkennen. In der Klinik besteht die Möglichkeit einer Langzeit-EEG-Diagnostik kontinuierlich über 24 Stunden – auch während des Schlafes.“ In den meisten Fällen seien Epilepsien mit Medikamenten heute gut zu kontrollieren: „Bis zu 70 Prozent der Betroffenen können bei entsprechender Medikation anfallsfrei leben.“

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