Entwickler kreieren Spiel fürs LVR-Museum

Stellen das Konzept vor (v. l.): Künstlerischer Leiter Clemens Walter, Kurator Patrick Blümel und Museumsleiterin Nicole Scheda. Foto: Christian Beier
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Stellen das Konzept vor (v. l.): Künstlerischer Leiter Clemens Walter, Kurator Patrick Blümel und Museumsleiterin Nicole Scheda.

Arbeitswelt anno dazumal wird digital erlebbar

Von Jutta Schreiber-Lenz

Eigentlich sollte es eine große Wlan-Session im LVR-Industriemuseum werden. Aber Corona verbannte die 22 Studierenden des Cologne Game Lab an ihre Rechner zu Hause. Nur die Administratoren saßen am vergangenen Wochenende vor ihrer Technik, die sie im Scherenlager aufgebaut hatten. Und dennoch erreichten die Spieleentwickler ihr gestecktes Ziel und schufen gemeinsam innerhalb einer kurzen Zeitspanne ein Spiel.

Klassische Industriekultur soll sich künftig in moderner Museumspädagogik mit der digitalen Welt verbinden. Ein Spiel macht den Einstieg der Besucher in die Arbeitswelt von damals einfacher, als es beispielsweise mit Texten möglich ist. „Wir wollen uns verstärkt für die junge Generation aufstellen“, sagt Museumsleiterin Nicole Scheda.

In drei Tagen haben die Teilnehmer des sogenannten Game-Jams mehrere Prototypen entwickelt – alle zum Thema „Energiegewinnung in der Gesenkschmiede“, wie Clemens Walter, Künstlerischer Leiter, und Kurator Patrick Blümel berichten. Nun werden die Entwürfe zur Auswahl, über die eine Fach-Jury entscheidet“, sagt Walter. „Wir haben den Studierenden einen Film über das Wirken in der ehemaligen Gesenkschmiede Henrichs zugeschickt, sowie ein paar Scheren-Rohlinge verschiedener Herstellungsphasen als haptische Anregungen.“

Videoinstallationen und Audio-Walks gibt es ab November

Der Game-Jam sowie das dabei entwickelte Spiel sind Teil des Medienkunstfestivals „Futur 21 – Kunst Industrie Kultur“ mit dem die beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL) das Thema Industriekultur neu in Szene setzen. An ihren 16 Industriemuseen präsentieren sie ab November digitale Kunstwerke, Licht- und Videoinstallationen, interaktive Mixed-Reality-Games und Audio-Walks. Dabei stehen Zukunftsthemen wie Energie, Ressourcen, Zukunft der Arbeit sowie Fortschritt im Mittelpunkt. Höhepunkt ist ein vierwöchiges Festival im März 2022, bei dem die Gesenkschmiede Spielort sein wird.

„Wir werden also viel aus dem Projekt mitnehmen“, betont Scheda. Nicht nur das Spiel selbst, sondern auch die Tatsache, dass das Museum mit dem Game-Jam eine Brücke zwischen Heute und Gestern schlagen kann.

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