Zentrum für verfolgte Künste

Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft stellt in Salzburg aus

Den Titel „Theben mit Josef“ trägt eins der Bilder von Else Lasker-Schüler, die jetzt in Salzburg zu sehen sind. Foto: ELS
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Den Titel „Theben mit Josef“ trägt eins der Bilder von Else Lasker-Schüler, die jetzt in Salzburg zu sehen sind.

Zentrum für verfolgte Künste stellt Dauerleihgaben zur Verfügung – Museum hat zusätzliches Personal eingestellt.

Von Philipp Müller

Noch bis zum 22. November läuft im Salzburger Museum der Moderne die Ausstellung „Orte des Exils“ unter anderem mit Bildern von Else Lasker-Schüler. Sie stammen aus dem Depot des Zentrums für verfolgte Künste. Dort gehören sie zu den Dauerleihgaben der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft. Deren Vorsitzender Hajo Jahn hatte die Leihgaben für die Salzburger Ausstellung organisiert.

Derweil wächst das Personal im Zentrum. „Langsam werden wir zum richtigen Museum“, erklärt Direktor Jürgen Kaumkötter mit viel Humor. Mehr Personal, gerade auch für das Depot, mache solche Transfers von Kunst in andere Museen jetzt einfacher.

Für die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft und die Salzburger Bilder gehe es ab dem 23. August dann im Jüdischen Museum Dorsten weiter. „Ebenfalls im August eröffnet eine Ausstellung über Else Lasker-Schüler im Max Liebermann-Haus, Stiftung Brandenburger Tor. Im Oktober bringt das Schauspiel Frankfurt das politischste Theaterstück von Else Lasker-Schüler. Ihre Totenmaske ist Teil einer Ausstellung im van Abbe-Museum Eindhoven, danach im Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich“, berichte Hajo Jahn.

Die Ausstellung in Salzburg habe einen historischen Hintergrund: Nur in Salzburg seien ihre Bücher von den Nazis verbrannt worden, nicht in Deutschland. Die Einladungskarte ziere eine ihrer Zeichnungen aus dem Gesellschaftsbesitz (siehe Foto). Ein Denkmal erinnere seit kurzen auch an die Verbrennungen der Lasker-Schüler-Bücher auf dem Residenzplatz.

„Else Lasker-Schülers Biografie gab den Anstoß für das Zentrum.“

Hajo Jahn, Else-Lasker- Schüler-Gesellschaft

Auf diese Weise sei auch das Zentrum für verfolgte Künste in anderen Städten und Museen präsent. Da schließe sich ein Kreis, betont der Vorsitzende der Gesellschaft: „Else Lasker-Schülers Biografie gab den Anstoß für das Zentrum.“

Mit Anna Fröse verfüge das Zentrum jetzt über eine Leiterin der Verwaltung, erklärt Jürgen Kaumkötter vom Zentrum. Sie besetzt den Posten des verstorbenen Lutz Sieper, aber ohne Geschäftsführerposition. Einen befristeten Vertrag bekam eine Restauratorin, die sich jetzt auch an der Katalogisierung des Depots im Rahmen eines Bürgerstiftung-Volontariats beteilige. Eine zweite Kraft, vom Landschaftsverband Rheinland finanziert, arbeitet im Rahmen eines Volontariats auf Zeit den Nachlass Oscar Zügels auf.

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