Ausstellung

Ela Schneider zeigt ihre Arbeiten in einer Fensterausstellung und online

Ela Schneiders Werkstoff ist Holz – in vielfältigen Ausprägungen. Foto: Tim Oelbermann
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Ela Schneiders Werkstoff ist Holz – in vielfältigen Ausprägungen.

Galerie SK gibt vielfältigen Holzarbeiten Raum.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Schade sei es schon, dass sich die Türen der Güterhallen-SK- Galerie am Sonntag nicht für Publikum öffnen dürften, sagt Ela Schneider. An diesem Tag ist Start ihrer Ausstellung „Bestimmt“, die seit zwei Jahren für dieses Datum geplant ist.

Besonders Holzskulpturen wie zum Beispiel die „Steinstapel“ lebten vom haptischen Erlebnis, „wollen angefasst und gespürt werden“, sagt die Künstlerin, die sich schon seit mehr als 25 Jahren für das natürliche Material Holz begeistert.

Schneiders stilistisch vielfältigen Arbeiten nehmen mit in eine tief empfundene Leidenschaft, die beim Durchgang durch die Ausstellung fesselt. Freistehende Skulpturen wechseln sich ab mit Werken an der Wand, zum Beispiel mit auf einen alten Kinderbett-Lattenrost aufgeklebte Holzmuster oder vier „Loch“-Figuren in einem alten Fensterrahmen. Durch die Corona-Notbremse musste Ela Schneider nun schnell an einer Online-Lösung arbeiten, um ihre Werke für Publikum zugänglich zu machen. Fotos und Videos sollen über die Seite der Solinger Künstler oder ihre eigene Homepage Lust auf mehr machen.

„Wer mag, kann dann gerne den persönlichen Kontakt zu mir suchen und mich später mal in meinem Atelier besuchen“, bietet sie an. Ebenfalls wird sie zumindest einen Teil ihrer Werke so in der Galerie positionieren, dass Besucher beim Blick durch die Fenster einen Eindruck gewinnen können.

Die Künstlerin arbeitet mit Kettensäge und Schleifpapier

Von der Straßenseite ins Innere der Galerie SK schauend, sieht man hinter dem ersten großen Stapel aus vier verschiedenen Hölzern – Kirsche, Pappel, Eibe und Eberesche – die namenlosen großen Standobjekte aus Esche und Reneklode sowie einen überdimensionalen Engelsflügel aus Holz, der von der Decke herunterhängt.

Sie arbeite vom Groben hinunter ins Feine, erklärt Ela Schneider ihre Vorgehensweise: Beginnend mit der Kettensäge und danach mit kleiner Säge, Hobel, Drechselscheibe, und Schleifpapier legt sie aus ausgesuchten Baumstämmen, Ästen oder Stümpfen den Kern des gewachsenen Holzes frei. Immer starte sie mit einer Ahnung, manchmal mit einer konkreten Idee, aber oft entwickele sich während des Schaffens eine eigene, unvorhergesehene Dynamik, sagt die 50-jährige, die während ihres Sozialpädagogikstudiums ihre Liebe zum Holz entdeckte. Drei mal in Folge erhielt sie den Besucherpreis für ihre Arbeiten in der Leichlinger Skulpturenausstellung im Sinneswald.

In Solingen zeigt sie erstmals ihre Reihe „Holzmuster“: Von einem verstorbenen Schreiner übernahm sie unzählige, kleine, katalogisierte Holzvierecke, die sie anschließend zu Puzzle-Kunstwerken verarbeitete.

Die Ausstellung läuft vom 2. Mai bis 30. Mai in der Galerie SK, Alexander-Coppel-Straße 44, Tel. (01 52) 29 54 43 82

www.solingerkuenstler.de www.ela-schneider.de

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