Hochwasser 2021

Einsatz bei der Flutkatastrophe wird gewürdigt

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (l.) überreichte die Katastrophenschutz-Medaillen des Landes NRW. Als erstes wurde die Feuerwehr aus Burg geehrt.
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Oberbürgermeister Tim Kurzbach (l.) überreichte die Katastrophenschutz-Medaillen des Landes NRW. Als erstes wurde die Feuerwehr aus Burg geehrt.

300 Feuerwehrleute bekamen Katastrophenschutz-Einsatzmedaillen verliehen. Sie haben beim Hochwasser im Juli 2021 unermüdlich geholfen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. In Anerkennung für die Helferinnen und Helfer beim Einsatz bei der Unwetterkatastrophe 2021 hat die Feuerwehr Solingen vom Land NRW Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einsatzmedaillen erhalten. Am Samstag überreichte Oberbürgermeister Tim Kurzbach diese Anerkennungen zusammen mit Urkunden im Schulzentrum Vogelsang.

Diese Auszeichnung für die tapferen und buchstäblich nimmermüden Männer und Frauen spreche ihm aus dem Herzen, rief Sebastian Wagner, stellvertretender Feuerwehrchef von Solingen, seinen Kameraden und Kameradinnen zu Beginn zu. Diese haben nicht nur in der Flutnacht selbst, zum Teil unter Einsatz des eigenen Lebens, sondern tagelang danach noch mit angepackt, wo es nötig war.

130 Menschen vor den Fluten gerettet

130 Menschen seien vor den rasant steigenden Fluten gerettet, unzählige Keller leergepumpt und im Schulterschluss mit dem THW und zupackenden Bürgern unter anderem Straßen von Schlamm und angeschwemmtem Müll befreit worden.

Michael Stamm von der Freiwilligen Feuerwehr Rupelrath erinnert sich noch gut an die Flutnacht vom 14. Juli 2021. „Wir waren etwas später alarmiert worden und erst in Widdert eingesetzt, wo unzählige Keller vollgelaufen waren, so wie im gestammten Stadtgebiet.“ Von dort aus sei es weitergegangen, zum Beispiel nach Gönrath zu einer vollgelaufenen Kita und später zum Wupperhof, wo ein unterspülter und dadurch umgefallener Baum die Straße versperrte. „Die Bilder von den Campingwagen, die den reißenden Fluss entlang trieben, werde ich nie vergessen“, sagt er.

Titus Schlüter, Mitglied der Jugendfeuerwehr (JFW) in der Löscheinheit Wald, rückte an den Folgetagen mit anderen Freiwilligen aus, um ebenfalls kräftig mit anzufassen. „Wir waren in Rüden und haben unter anderem Zäune aufgerichtet, repariert und ansonsten Schlamm geschippt, als gäbe es kein Morgen“, erinnert sich der Jugendliche.

Für die JFW, für die das Innenministerium keine offiziellen Fluthelferplaketten bereitgestellt hatte, hatte Oberbürgermeister Tim Kurzbach eigene Auszeichnungen dabei, von der Stadt „gebastelt“, wie er schmunzelnd sagte, und steckte Henry Bah die erste persönlich an das Fleece der Dienstuniform. Sein inniges und herzliches Dankeschön für den fulminanten Einsatz an alle Solinger Feuerwehrleute in und rund um die Flutnacht im vorletzten Juli hatte er zuvor nachdrücklich und sehr persönlich ausgedrückt.

Zudem appellierte er an „seine“ Feuerwehr, mitzuhelfen, die Gesellschaft noch mehr zu echten Schulterschlüssen zusammenzurücken. „Die große Solidarität und die Hilfsbereitschaft, auch bis dato völlig Fremden beizustehen, war enorm. Diese Haltung werden wir weiterhin verstärkt brauchen, gerade mit Blick auf den Winter, der uns möglicherweise wieder in Situationen führt, für die es keine fertigen, durchbuchstabierten Einsatzpläne gibt, weil sie noch nie vorkamen – Stichwort Energiemangel.“

Dazu auch: Blackout: So bereitet sich die Stadt auf den Ernstfall vor
und: Neues Konzept - so soll Solingen Energie sparen

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