Theater und Konzerthaus

Silvesterkonzert der Symphoniker mit großartiger Solistin

Auch beim Auftritt der Bergischen Symphoniker im Pina-Bausch-Saal galt die „2G-plus-M-Regel“, Besucher mussten geimpft oder genesen sowie negativ getestet sein und Maske tragen, auch am Platz. Die Musiker trugen, soweit möglich, ebenfalls Masken. Foto: Christian Beier
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Auch beim Auftritt der Bergischen Symphoniker im Pina-Bausch-Saal galt die „2G-plus-M-Regel“, Besucher mussten geimpft oder genesen sowie negativ getestet sein und Maske tragen, auch am Platz. Die Musiker trugen, soweit möglich, ebenfalls Masken.

Silvesterkonzert mit spanischem Schwerpunkt fand an zwei Terminen statt – Walzer und Radetzky-Marsch durften nicht fehlen.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Nach einem Jahr Unterbrechung, bedingt durch die Corona-Pandemie, spielten die Bergischen Symphoniker wieder passende Musik zu Silvester. Beide Konzerte waren am Freitag sehr gut besucht. Generalmusikdirektor Daniel Huppert machte in seinem Programm die Zuhörer bekannt mit spanischer Musik aus den „Zarzuelas“, einer Spielart der europäischen Operette. Obwohl diese Bühnenwerke wundervolle Musik bieten, bleibt ihr Bekanntheitsgrad bis heute weitgehend auf den iberischen Raum beschränkt.

Die Bergischen Symphoniker spielten Musik aus komischen Opern von Komponisten wie Frederico Moreno Torroba, Ruperto Chapi y Lorento und Gerónimo Gimenet. Eine kurze Einführung des Dirigenten in die Werke oder die deutsche Übersetzung der Titel auf dem Programmzettel wäre hilfreich gewesen.

Kongeniale Interpretin dieser Lieder und Arien war die spanische Sopranistin Naroa Intxausti. Sie begeisterte in beiden Silvesterkonzerten mit ihrer großen und wandlungsfähigen Stimme und durch ihre temperamentvolle Interpretation der Lieder ihrer Heimat. Natürlich dürfen Walzer im Silvesterkonzert nicht fehlen, aber auch hier fand Daniel Huppert wienerische Musik mit spanischem Kolorit. Es erklangen der Walzer „España“ des Franzosen Émile Waldteufel und die „Carmen-Quadrille“ von Eduard Strauß, eine Fantasie auf die Oper von Bizet.
Viel los war auch beim Konzert von Kinderliedermacher Volker Rosin an Silvester.

Den klassischen Walzer „Rosen aus dem Süden“, komponiert als Opus 388 von Walzerkönig Johann Strauß (Sohn), interpretierten Dirigent und Orchester einfach hinreißend, mehr Einfühlungsvermögen in die Wiener Musik geht nicht.

Eine großartige Leistung des Orchesters war außerdem die Interpretation des lateinamerikanischen Klanggemäldes „La Malagueña“ des kubanischen Komponisten Ernesto Lecuona, der überdies zu den führenden Komponisten des frühen Tonfilms zählt.

Mehrere Zugaben mit beschwingter Musik

Auf den starken Applaus des Publikums am Ende antwortete Daniel Huppert mit seinem Orchester gleich mit beschwingter Musik als erster Zugabe. Auch die Sopranistin gab eine Zugabe und zeigte mit der facettenreichen Wiedergabe des Evergreens „Granada“ von Agustin Lara erneut eine großartige Leistung.

Doch selbst das war noch nicht der Schlussakkord, denn die Bergischen Symphoniker halten es bei ihren Silvesterkonzerten traditionell mit den Wiener Philharmonikern an Neujahr. Noch einmal erklang Musik von Mitgliedern der Familie Strauß – der dem Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz gewidmete Radetzky-Marsch stammt aber aus der Feder von Johann Strauß’ Vater und trägt dessen Opus-Zahl 228. Die Uraufführung fand am 31. August 1848 in Wien statt. Der beliebte Marsch hatte auch beim vorwiegend spanischen Kolorit der Silvesterkonzerte in Solingen seine Berechtigung, denn das Publikum beteiligte sich auch diesmal gerne auf Zeichen des Dirigenten mit rhythmischem Klatschen.

Solistin Naroa Intxausti

Die Sopranistin Naroa Intxausti stammt aus dem Baskenland, studiert hat sie in Bilbao. In ihrem Repertoire finden sich Partien der „Zarzuela“, spanischer Musikkomödien. Tenor Placido Domingo hat einige dieser Werke bekannt gemacht.

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