Offene Gartenpforte

Einfach mal in Nachbars Garten schauen

Andreas Ritter auf einer Brücke im japanischen Teil seines Gartens an der Lützowstraße in Gräfrath.
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Andreas Ritter auf einer Brücke im japanischen Teil seines Gartens an der Lützowstraße in Gräfrath.

Das ST blickte hinter Hecken und Zäune. Dabei ist viel über die Besitzer und deren Schaffenskraft zu erfahren.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Es sind die Überraschungsmomente und die unzähligen hübschen Details, die einen Garten zu einem faszinierenden Kleinod machen. Das ST nutzt die Offene Gartenpforte, um sich drei ganz unterschiedliche anzusehen.

Solinger zeigen ihre privaten Gärten

 © Uli Preuss
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 © Uli Preuss
 © Uli Preuss
 © Uli Preuss
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 © Uli Preuss
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 © Uli Preuss
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 © Uli Preuss
 © Uli Preuss
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In der 8000 Quadratmeter großen Oase von Thorsten und Renate Ulbrich und Marcus Vogel sind das zum Beispiel die knisternden Schieferbruchstückchen auf dem Weg durch den Schattengarten hin zur Sonnenwiese. Holzliegestühle laden dazu ein, die Pracht der Sommerstauden zu genießen. Da ist die Tontopfsammlung als Steinbeet für Sukkulenten, da flackern Fackeln in Schalen, die den Weg in den Teichgarten weisen und da sind die gemauerten „Ruinen“ im Klostergarten.

Hinter jeder Kurve eine neue Überraschung

Einen Garten zu gestalten, sei für ihn wie für einen Maler, ein Bild zu schaffen, sagt Thorsten Ulrich. Statt der auf weißer Leinwand beginne er auf einem brachliegenden Areal: Auf dem Gelände, auf dem sein Onkel früher eine Gärtnerei betrieb, nutzt der Florist die Flächen der Gewächshäuser, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. 

Entstanden sind Gartenzimmer unterschiedlichster Stile: Mal barock streng strukturiert; mal vermeintlicher Wildwuchs; mal von hohen Bäumen dominiert, mal Beete in Kies eingebettet. Und nahezu überall findet sich Wasser – in einem Teich, Brunnen, Betonbassin, oder als sprudelnder Wasserlauf. Dies zählt zu den Überraschungen, die hinter Kurven und auf verschlungenen Wegen zu entdecken sind.

Regina und Georg Mark haben ihr Idyll in Aufderhöhe Schritt für Schritt entwickelt – mit Ton, Keramik und Glaselementen und einen Teich.

Voller „Wow“-Effekt steckt der Garten von Regina und Georg Mark in Aufderhöhe. Auf nur 800 Quadratmetern erblüht hier eine duftende Wohlfühl-Oase. Vor über 20 Jahren hat Georg Mark angefangen, den Obst- und Gemüsegarten seiner Schwiegereltern umzugestalten.

Vom Bolz-Rasen für den Sohn zur Landschaft voller Gartenkunst

„Solange unser Sohn noch kleiner war, bestand er auf seinem Bolz-Rasen“, erzählt Regina Mark. Mit dem Junior wuchs Schritt für Schritt das Gartenidyll aus Ton-Objekten, Keramik, Glas, oder Metall, mit Sitzplätzen, Beeten, Ziegelmauern- und Torbögen und einem Gartenteich. Zu jeder Skulptur können Marks eine Geschichte erzählen, jede anders in Szene gesetzt.

V. l.: Marcus Vogel, Thorsten und Renate Ulbrich haben sich an der Krahenhöhe auf 8000 m² ihre Oase geschaffen.

Andreas Ritter hat die Lust vor rund 20 Jahren gepackt, als er alte Bäume auf dem Areal roden musste, die heute sein Garten ist. Entstanden ist ein Hintereinander verschiedener Gartenzimmer: Ein mediterraner Abschnitt geht durch Torbögen allmählich in einen japanischen über, den mit Brücken, Wasserläufe, leuchtende Azaleen und gefiederte Zwergahorne zu einer Pracht formen. In Planung und zum Teil auch schon in Arbeit ist der Heidegarten. „Verschiedene Standorte im Garten geben unterschiedliche Nutzungen her“, sagt Andreas Ritter: Es komme ja immer auf die Sonnenlicht-Intensität und natürlich auch auf die Bodenbeschaffenheit an. Die könne er verändern, indem er Sand, Kalk oder Humus beimische. Allerdings werde der Boden immer sauer bleiben, wenn zum Beispiel Nadelbäume in der Nähe stünden.

OFFENE GARTENPFORTE

URSRPUNG Die Aktion startete 1990 in Hannover, wurde schnell bekannt und wuchs über die Stadtgrenzen hinaus. 

FESTER TERMIN Inzwischen gibt es nahezu in allen deutschen Gemeinden mindestens einmal jährlich einen Termin, an dem Besucher zahlreiche Gärten von Privatleuten aufsuchen und bestaunen können.

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