Tierschau

Eine Eule dreht Runden über den Köpfen

In der Falknerei Bergisch Land können die Besucher nicht nur heimische Greifvögel wie Eulen kennenlernen, auch ein Weißkopfseeadler aus Nordamerika wird gezeigt. Archivfoto: Michael Schütz
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In der Falknerei Bergisch Land können die Besucher nicht nur heimische Greifvögel wie Eulen kennenlernen, auch ein Weißkopfseeadler aus Nordamerika wird gezeigt.

Noch bis Anfang November bietet die Falknerei Bergisch Land Flugshows an.

Von Sabine Naber

Greifvögel hautnah erleben und ihnen bei ihren rasanten Flugmanövern zusehen zu können, das bietet die Falknerei Bergisch Land an der Grüne in Remscheid. Seit Mai haben sich die Türen nach dem Lockdown wieder geöffnet. Per Einbahnregelung und mit dem vorgeschriebenen Abstand zwischen den Zuschauern ging das recht problemlos.

Zu den ersten Vorstellungen seien allerdings nur wenige Zuschauer gekommen. Und auch jetzt sei es noch nicht wie vorher. „Ein paar mehr Leute würde ich mir schon wünschen“, sagt Inhaber Karsten Schossow. Auch wenn in der Urlaubszeit viele Besucher aus dem Umland und von weiter her zu Gast waren. Online-Tickets sind nicht nötig.

Mit der Schleiereule Socke beginnt die Vorführung

Hat man sich bei einem Rundgang vorher angeschaut, welche Greifvögel und Eulen hier zu Hause sind, geht es zu einer Lichtung im Wald, die von drei Seiten von einer Reihe von Holzbänken umrahmt ist und Platz für die Besucher bietet. Ein Falkner lockt Eulen und Bussarde, Uhus, Adler und Geier an. Und erzählt unterhaltsam viel Interessantes über die imposanten Tiere.

Als Erstes nimmt „Socke“ Platz auf einem der drei abgesägten Baumstämme, die mitten im Rondell stehen. Socke ist eine Schleiereule, die in unseren Wäldern heimisch ist. „Wer lebt denn dort noch“, will der Falkner wissen, der die Antworten am liebsten von den Kindern hören möchte. „Steinkauz, Schneeeule, Uhu“, rufen ihm die Kids zu. „Und wisst ihr auch, wann so eine Schleiereule aktiv ist“, kommt gleich die nächste Frage. „Nachts“, war man sich da schnell einig. Nachdem Socke dann mehrmals vom Baumstamm auf die Hand des Falkners geflogen war, hieß es: „Jetzt bitte tüchtig applaudieren.“ Das sei wichtig, denn wenn Socke den Applaus hört, dann wisse sie, dass für heute Feierabend ist.

Als Nächstes kommt Ben. Ein Virginia-Uhu, eine der größten Eulenarten des amerikanischen Kontinents. Von ihm weiß man, dass er unter einer zehn Zentimeter hohen Schneedecke noch den Herzschlag einer Maus hört. So könne er ganz genau orten, wo sie sitzt. „Was können Eulen, was wir nicht können“, will der Falkner vom Publikum wissen. „Sie können ihren Kopf ganz weit rumdrehen“, heißt es da. „Genau“, lobte der Falkner und ergänzte: „ Sie können ihn bis zu 270 Grad drehen, die Augen sind allerdings nur nach vorne ausgerichtet.“ Imposant auch Geier „Oli“, der eigentlich in Afrika heimisch ist. Er hat einen langen, spitzen Schnabel und keine Haare auf dem Kopf.

Hübsch ist anders, sind sich Falkner und Publikum einig. Und dann fliegt Oli so knapp über den Köpfen der Zuschauer hinweg, dass man den Windhauch spürt. Auch ein Weißkopfseeadler, sie kommen ausschließlich in Nordamerika vor und sind das Wappentier der USA, schwingt sich in die Lüfte. „Sie fressen Fisch, Wasservögel und kleine Säugetiere. Und je älter sie werden, desto weißer sind der Kopf und die Schwanzfeder“, erfahren die Zuschauer.

Mit einem Falklandkarakara, der zu den seltensten Raubvögeln der Welt gezählt wird, macht der Falkner sogar Hütchenspiele und versteckte unter einem der drei Gefäße ein Leckerchen. „Das ist immer ein besonderer Gag für die Kinder“, weiß Schossow. Außer montags, lädt die Falknerei täglich zu den Shows ein. Nur bei starkem Regen findet im Außengelände keine Flugvorführung statt. Maskenpflicht besteht auf dem Gelände und während der Shows nicht.

Vorführungen: Die Falknerei zeigt dienstags bis samstags um 15 Uhr und an Sonn- und Feiertagen um 11 und um 15 Uhr Flugvorführungen. Zu Falknertagen, Greifvogelwanderungen oder Eulenfütterungen muss man sich unter Tel. 01 72/2502646 zwischen 18 und 20 Uhr anmelden.

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