Nordstadt

Eine dritte Rampe vor dem Theater wird es nicht geben

Seit Montag in Betrieb: Jörg Pauli (l.) und Klaus-Peter Voigt sind begeistert vom Tempo des gläsernen Aufzugs im Stadttheater. Foto: Christian Beier
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Seit Montag in Betrieb: Jörg Pauli (l.) und Klaus-Peter Voigt sind begeistert vom Tempo des gläsernen Aufzugs im Stadttheater.

Steigung ist für Behinderte zu groß. Aufzug ist seit Montag in Betrieb.

Von Hans-Peter Meurer

Es wird keine dritte Rampe von der Konrad-Adenauer-Straße hinauf zum Eingangsbereich des Theater und Konzerthauses geben. So entschieden am Montagabend einstimmig die Mitglieder des Ratsausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität.

Damit werden weder die seit sechs Jahren hitzig diskutiertee Theater-Treppe, noch die „Trampe“ noch die zuletzt geplante Rampe direkt vor dem Stadtheater gebaut. Der Ausschuss empfahl dem am Donnerstag tagenden Stadtrat, seinen Beschluss vom Juni 2016, wieder aufzuheben. Der sah vor, über drei Plattformen eine Rampe zu bauen.

Artur Pach von der Stadtverwaltung erläuterte im Ausschuss, warum es unmöglich sei, die Rampe zu bauen. Egal wie gebaut würde – sie könne weder von behinderten Menschen mit Rollatoren geschweige denn mit Rollstühlen bewältigt werden. „Gleich welche Steigungswinkel wir auf den verschiedenen Trassen wählen, nur sechs Prozent Steigung sind zumutbar.“ Aber wenn der niedrigste Rampenteil nur sechs Prozent Steigung besitze, wären noch 22 Prozent Steigung zu überwinden.

Verwaltung soll jetzt Vorschläge zur Gestaltung der Böschung machen

So bleibt es bei zwei behindertengerechten Rampen: Eine führt bereits von der Bushaltestelle vor dem Theater zum Eingangsbereich, eine zweite verläuft über die Schlagbaumseite dorthin. Eine weitere gibt es vom Theaterparkplatz entlang des Gebäudes zum Eingang.

Eine Änderung der Pläne ist nicht förderschädlich. Dies hat Baudezernent Hoferichter mit der Bezirksregierung und dem Ministerium abgeklärt.

Probleme gibt es nach wie vor mit den freigelegten Bunkerresten. Was damit passiert, steht noch nicht fest. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause will sich der Ausschuss erneut mit dem Thema befassen. Bis dahin soll die Verwaltung Vorschläge erarbeiten, wie die Böschungsfläche unter Beseitigung oder Einbeziehung der Bunkerreste gestaltet werden soll. Die Bezirksvertretung und die Bürgerschaft sollen bei den Planungen eingebunden werden.

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