Gesang

Ein Sonntag im Zeichen der Chöre

Die Chorvereinigung Solingen-Ohligs 1860 erfüllte die Kirche St. Josef mit weihnachtlichem Klang.
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Die Chorvereinigung Solingen-Ohligs 1860 erfüllte die Kirche St. Josef mit weihnachtlichem Klang.

Die Chorvereinigung Ohligs lud zum Adventskonzert in St. Josef ein – Merscheider Ensembles sangen in St. Mariä Empfängnis.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Freunde festlicher Chormusik hatten am Sonntag die Qual der Wahl: Gleich zwei luden Gotteshäuser zu festlichen Konzerten ein. Die Chorvereinigung Ohligs gab in St. Joseph ihr erstes vorweihnachtliches Konzert seit Pandemiebeginn und in der Kirche an der Eifelstraße luden Merscheider Ensembles zu ihrem traditionellen Benefizkonzert ein. Diesmal war der Erlös für die katholische Kindertagesstätte St. Mariä Empfängnis bestimmt: Es gilt, marode gewordene Spielgeräte im Außengelände zu ersetzen.

In der Kirche St. Mariä Empfängnis eröffnete ein Kinder-Eltern-Chor mit Weihnachtsliedern das Konzert.

Der Eltern-und Kinderchor dieser Tagesstätte machte folgerichtig den Anfang des knapp zweistündigen Klangfestivals mit gleich fünf Merscheider Ensembles. Entsprechend stilistisch breit war das gebotene Programm, das durch diese Abwechslung viel Spaß machte. Fröhlich nahmen die Kinderlieder wie „Dicke rote Kerzen“ oder Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“ mit in ein Adventsgefühl und bekamen viel Applaus in der leider nur halb besetzten Kirche.

Die „Weihnachtsbäckerei“ hatte später auch der Merscheider Männerchor unter Leitung von Ralf Leßenich dabei, allerdings in der „Soliger Platt“-Version, „Chreßdagsbackestouwen“. Zuvor hatten die Männer eindrucksvoll mit „The Evening by the Moonlight“ oder „Happy Christmas“ viel Rhythmus in den Nachmittag gebracht und damit einen spannenden Kontrast zu der Liedauswahl des Chors der Neuapostolischen Kirche gesetzt, den sie für ihren Auftritt auf den Altarstufen ablösten. Unter der Leitung von Marc Herrmann hatte der Chor Lieder wie „Die Lenden lasst umgürtet sein“ oder „Ehre sei Gott in der Höh“ mitgebracht, die mit großer Stimmkraft und viel klanglicher Helligkeit durchdrungen waren.

Der Gemeindechor St. Sebastian setzte anschließend mit „Song of Mary“ oder John Rutters „The Very Best Time of Year“ auf Zartes und Inniges, bevor der Frauensingkreis Merscheid mit Kristina Strack am Pult Songs wie „Hark the Herald Angel Sing“ oder „Cantique de Noël“ zum Finale machten. Das Publikum wechselte das Gehörte mit großem Applaus.

Die Zuhörer singen Weihnachtsklassiker mit

So war es auch in Ohligs. Immer wieder gab es herzlichen und zunehmend begeisterten Zwischenbeifall für das sorgfältig von Chorleiterin Nadja Bulatovic zusammengestellte Programm der Chorvereinigung, die künftig ihr Probendomizil von Höhscheid nach Ohligs zurückverlegt. Neben reinen Chorstücken wie dem „Sanctus“ von Schubert oder dem „Ave verum corpus“ von Mozart präsentierte Bulatovic sich selbst als virtuose Klaviersolistin und ihren Sohn Thalmai Maichel an der Violine. Gemeinsam erklang so die Meditation von Massenet oder Tschaikowskys Tanz aus dem Ballett „Schwanensee“.

Besondere Akzente setzte Raphael Daun mit seinem Dudelsack, den er als Soloinstrument wie mit „Adeste Fideles“ oder gemeinsam mit den knapp 30 Chorsängern- und Sängerinnen im „Weihnachtsstern“ von Dvořák einsetzte.

Am Schluss lud das Ensemble zum gemeinsamen Singen mehrerer Klassiker ein: „Stille Nacht“ „Es ist ein Ros entsprungen“ oder „Süßer die Glocken“ erklangen innig.

Chöre

Chorvereinigung: Das Weihnachtskonzert der Chorvereinigung fiel genau auf den 50. Gründungstag als die damaligen Chöre „Polyhymnia“ (seit 1860) und „Rheinsage“ (seit 1907) fusionierten. Geprobt wird jeden Montag von 19 bis 21 Uhr im Gemeindehaus, Hackhauser Straße 10.

Merscheider: Beim Weihnachtskonzert der Merscheider Gruppen und Chöre wird seit Jahrzehnten für einen jährlich wechselnden, guten Zweck gesammelt.

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